Marathon Maratten roz
ich Tod, ben er am i4ten Juli 17YZ von Charlotte Corday's Hand enE
m. psing (s. Corday), machte endlich seinen Ruchlosigkeiten ein Ende;
er euch ohnedies würde sein durch das Gift früherer Ausschweifungen
,te zerrütteter Körper in kurzem haben unterliegen müssen. Als einem
ruf Märtyrer der Freiheit wurde ihm fast göttliche Ehre erwiesen.
!le, Triumphbogen und Mausoleen erhoben sich auf allen Plätzen von
de- Bari«. Man erkannte ihm das Pantheon zu, und Dichter verherr-
>en lichten ihn. Als aber dem berauschten Volke die Vernunft zurück-
in- kehrte, zerschlug man seine Büsten, riß seine Asche aus dem Pan-
lit- theon und warf sie in die Cloake Montmartre. Marat war nur
ein fünf Fuß hoch; sein Kopf war unförmlich dick, sein Blick wild, sein
nie Gesicht häßlich. Seine schmutzigen Kleider und fettigen Haare, so
tzt! wie der Name Ami cin xoupls, den er sich selbst gab, vermehrten
er- nur seine Gunst beim Volke.
eil Marathon, ein Flecken in Attika, 140 Stadien von Athenho- entkernt, berühmt durch den Sieg, welchen hier im Hten Jahre der
>ei /ssten Olympiade die Athenienser unter Miltiades über die Perser
in- erfochten (S. Miltiades.)
>n- Maratta (Earlo), ein berühmter Mahler und Kupferstecher,
chi geboren 1627 zu Camerino in der Marc Ancona, verrieth schon in
er, frühster Kindheit große Liebe zur Mahlerei, indem er mN dem Safte
w. von Kräutern und Blumen allerlei Figuren, die er auf die Mau-
10, ein des väterlichen Hauses zeichnete, ausmahlte. In seinem elften
in- Jahre kam er nach Rom. Hier blieb er bis zu seinem neunzehnten
er- Jahre in der Schule des Sacchi, studirte die Werke Rafaels, der
rr- Earracci und des Guido Reni und bildete sich nach ihnen eine eigen-er. thümliche Manier, mit der er großen Ruhm erwarb. Für Ludwig
lr- XIV. mahlte er sein berühmtes Bild der Daphne. Mehrere Päpste
tt! benutzten seinen Pinsel. Clemens XI. bewilligte ihm eine Pension
ril «nd ernannte ihn zum Christusritter und zum Aufseher der vcnetia-
ei, Nischen Zimmer. Er starb 171g in einem hohen und geehrten Alter,
er Bescheidenheit und Gefälligkeit waren die Hauptzüge seines Charak-
fr- ters. Nicht zufrieden, zür Erhaltung der Mahlereicn Rafaels im
Watican und Carracci's in dem farnesischen Palast beigetragen zuer- haben, ließ er diesen Meistern Denkmäler in der Kirche Della Ro-
in tonda setzen. Als Künstler verdient Maratta den Namen des letzten
,er Mahlers der römischen Schule. Er war ein großer Zeichner; seinein Gedanken waren erhaben, seine Anordnung war schön, sein Ausdruckei» gefällig, seine Behandlung verständig und sein Colorit lebhaft. Er
Ist verstand die Geschichte, Architektur und Perspektive, und wußte in,r- seinen Gemählden einen guten Gebrauch davon zu machen. Dor-
,e- nehmlich bewundert man die Grazie, die in allen seinen Werken
>a- herrscht, und die herrliche Zeichnung in seinen.Händen und Füßen,
ich Seine Hauptwerke sind in Rom; auch sieht man ein schönes Ge-
,,, mählde von ihm in dem Palast MichaNow zu Petersburg. Er hat
>lk außerdem mehrere treffliche Blätter geätzt, unter andern das Leben
ich der Maria in zehn Vorstellungen. Von seinen Schülern sind die
er bekanntesten Chiari, Bercttoni und Passori.jt- Maratten, ein hindostanisches Volk, welches die innern ge-be birgigen Gegenden der Halbinsel diesseit deS Ganges und ein gro-
0» ßes Stück Landes von Surate bis Goa und an die malabarische
e» Küste inne hat. Sie gränzen nordwärts an Hindostan, ostwärts
>,- an den bengalischen Meerbusen, südwärts an Goleonda und west-
>«r wärts au das Meer. Ihr Gebiet beträgt ungefähr 28,000 deutsch«