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rinr, yom Anfang« an eine königliche, entstand schon unter Hein-rich VIII., ward aber erst unter Elisabeth von Wichtigkeit,während die holländische sich in dem Kriege mit Spanien bildeteund seit der direkten Fahrt nach Ostindien einen nicht unwichtigenZuwachs durch die Seemacht der ostindischen und übrigen großenCompagnien erhielt. In der Folge der Zeit erhielt die Seemacht,ie mehr sich das Mercantilsystem über Europa verbreitete, eineimmer steigend« Wichtigkeit und durch Colbert trat auch Frankreichin kurzer Zeit als eine neue furchtbare Seemacht auf, die auf deinWege, eine entschiedene Superiorität zu erlangen, nur durch denSeesieg der Britten bei la Hogue im Jahre 1692 gebrochen ward,und nie wieder in der Folge auf eine gleiche Stufe d«r Machtsich erhob. Der Zeitraum Ludwigs XIV- war es zugleich, derdie politische Wichtigkeit der Seemächte als solcher, — gleichfalls«ine natürliche Folge des immer mehr ausgebreiteten und ausgebil-deten Mercantilsystems und der steigenden Wichtigkeit des Handelsüberhaupt, — dauernd begründete. Im Anfange des iLten Jahrhun-derts ward zugleich Rußland im Norden von Europa, wo bisherSchweden seit dem Verfalle der Hanse einen beinahe unbestrittenenPrinzipat zur See geübt hatte, als Seemacht wichtig; Peter er-rang mit selbstgebauter Flotte die Herrschaft der Ostsee. Dochblieben die Seemächte im Westen im vorzüglichsten Sinne, Englandund Holland, fortdauernd die ersten ihrer Art in Europa, bis seit derMitte des igten Jahrhunderts, vorzüglich seit der Epoche des siebenjähri-gen KriegS, das rüstige England eine allmälich immer entscheidendereSuperiorität über seine alten Nebenbuhler, die Holländer, zurSee errang, die durch alle folgenden Kriege befestigt und durchden französischen Rcvolutionskrieg vollendet, England endlich iuunsern Lagen zur alleinigen präponderirendcn Seemacht in Europagemacht hat. — Damit überhaupt ein Staat eine beträchtlich!Kriegsmarine halten könne, sind zwei Bedingungen wesentlich noth-wendig: daß er theils eine ausgedehnte Handelsschiffahrt besitze und,was davon größtentheils abhängt, daß er sich leicht die zur Er-bauung und Ausrüstung von Schiffen erfoderlichen Materialien»erschaffen könne. Die erste dieser Bedingungen setzt ihn allein inden Stand, zu jeder Zeit nicht nur viele, sondern auch, worauf«S hier vorzüglich ankommt, geübte Seeleute zu haben. So langedaher ein Staat größtentheils nur passiv Handel treibt, wie z. B-Rußland, werden auch alle seine Versuche, eine Seemacht zu wer-den, für ihn nur theilweise Erfolge haben können. Die zweiteunerläßlich nothwendige Bedingung hangt theils von ausgedehn-ten Handelsverbindungen, theils und vorzüglich von der geogra-phischen Lage des Landes ab; in beiden Rücksichten besitzt England«nläugbar große Vorzüge vor den übrigen europäischen Staaten.Was den Nutzen einer Seemacht betrifft, so gewährt dieselbe, I«wie der Gewinn von Seeschlachten, mehr einen negativen als posi-tiven Vortheil. Eine mächtige Seemacht dient zum Schutze beiHandels und der Colonien, ungleich weniger aber zu Eroberungen;gewonnene Seeschlachten mögen drohende Gefahren abwenden,werden aber nicht leicht selbst zu wichtigen positiven Resultaten füh-ren. Schon hieraus ergibt sich, wenn dies anders noch eines Be-weises bedürfte, daß ein Prinzipat der Seemächte nie die Unabhän-gigkeit und S«lbstständigkert der Nationen des Continents v"