Marmor
Marocco
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Marmor, ein Kalkstein, der sich durch Feinheit und Fest g-keit unterscheidet, und eine schöne Politur annimmt. Manfing daher schon früh an, ihn zu allerhand Kunstarbeiten anzuwen-den. Es gibt bunte und einfarbige Marmorarten. Der ganz weiß«ist der geschätzteste und kostbarste. Der panische Marmör, den mansonst auf der Insel Pacos brach und zu den kostbarsten Kunstwer-ken verarbeitete, deren mehrere auf unsre Zeiten gekommen sind, hateine dem gebleichten Wachse ähnliche Farbe und ein feines schuppigglimmerndes Korn. Heut zu Lage steht der weiße carrarifchc Mar-mor in gleichem Ansehn. In Deutschland findet man zwar auch weißenMarmor, er ist jedoch von grobem Korn. Einfarbig grauer Mar-mor ist feiten und daher theuer. Es gibt auch blauen, gelben,rothen, grauen und schwarzen einfarbigen Marmor. Am häufigstenist der bunte, der sich mit allerlei Farben gestreift, gefleckt, geädert,gewölkt u. s. >v. in vielen Ländern und besonders auch in Deutsch-land findet. Manche Marmorarten haben dendritische, d. i. baum-artige Zeichnungen; andre dagegen, die man Bildermarmor nennt,stellen gleichsam alte Ruinen und allerlei andre Figuren vor. Hinund wieder, wiewohl selten, findet man Marmor, welcher Verstei-nerungen enthält und Mufchelmarmor heißt. — In den neuern Zei-ten hat man die Kunst erfunden, einen künstlichen Marmor zu ver-fertigen. Man nimmt dazu feines Gypsmehl, von Marienalas ge-brannt, und Hornleim. Aus dieser Masse kann man den Ma morvon allen Farben haben. Von jeder Farbe wird ein besondrer Leiggemacht, den man dantt in beliebigen Verhältnissen unter den weißenLeig knetet. Wenn dieser die gehörige Form erhalten hat undtrocken ist, polirt man ihn.
Marmorchronik (arundelianische oder parische), s.Oxford.
Marocco, das afrikanische Kaiscrtbum Fez und Marocco gränztan das mittelländische und atlantische Meer, an das Atlasgebirgeund Algier, und besteht aus den Reichen Fez, Marocco, Suß, undden. Ländern Tastlet, Dra (Darah), Segelmeffa, Sarah, einemTheile der Wüste gleiches Namens und Tremezen. Man schätzt dieGröße auf 7425 Quadratmeilen mit Z Millionen Menschen. DasClima gehört zu den angenehmsten, da hier fast ein ewiger Frühlingherrscht. An der Seeküste ist der Boden sandig und wenig be-wohnt, im Innern aber fruchtbar und wohlangebaut. Aus denSeehäfen Salee, Mogador, Saffy, St. Croix, Larache, Tetuanund Langer werden von den Europäern jährlich ansevnliche Quan-titäten von Getraide, Wolle, Öl, Gummi, Häuten, Mandel»,Datteln und rohem Kupfer ausgeführt. Unter den Fabrikaten sindSaffian und Seidenzeuge die vorzüglichsten. Der Kaiser, welcher sicheinen Herrn des Westen nennt, erkennt die Oberherrschaft des türki-schen Kaisers nicht an, und wird durch keinen Divan eingeschränkt.Er herrscht völlig despotisch in geistlichen und weltl>cyen Angelegen-heiten. Man schätzt seine Einkünfte auf eine Million Piaster. DieLandmacht besteht aus 6000 Negern und 6000 Arabern; die Seemachtaus 24 Fahrzeugen von 4g bis 4 Kanonen. Die Bewohner des Lan-des sind: 1. Mauren, die Bewohner der Städte; 2. Araber, die Be-wohner des Landes (wobei auf die Abstammung nicht gesehen wird).Beide haben die mahomedanische Religion und arabische Sprache ge-mein, und heißen Befreite oder Rechtgläubige; Z. Bibers oder wiesie sich selbst nennen, Amazig, die von den Fremdlingen in die Ge-ro *