Maury
sammlung verließ, wurde er von dem Wolke mit dem SchrcckenS-rvsc: .,ü 1s Isurorno I'' verfolgt, worauf er mit der größten Kalt-,blütigkeit antwortete: „Vou» »V-n serös vlu» eclsires !" und alsein Haufen Fischweiber ihm nachjubelte: ,,1.0 Ll-nA«, esc k.....!'wandte er sich lächelnd zu ihnen und sagte: „Vous »sve« g»'o,i
u«n inouir pss!
Es ist nicht unwahrscheinlich, daß diese Geistes-
gegenwart ihm damals das lieben gerettet hat. Denn statt seine ge-wiß sehr ernstlich gemeinte Drohung gegen ihn auszuführen, be.gleitete ihn der Pöbel mit schallendem Beifallsklatschen und wil-dem Gelächter nach seiner Wohnung. Indessen schlug dieser Bor-fall seinen Muth durchaus nicht nieder, denn er sprach, so oft esdie Gelegenheit ergab, mit dem nämlichen Eifer für die Rechte desThrons und seines Standes. Aber auch üder andre nicht minderwichtige Gegenstände sprach er aus der Fülle seiner Kenntnisse mitdem nämlichen beredten Nachdrucke, und vertheidigte die von ihmfür besser anerkannten Grundsätze gegen die herrschende Mehrheitmit der warmen Lebendigkeit seines Charakters. So sprach er inder Sitzung des LZsten Decembers 1789 gegen die Ertheiuing derbürgerlichen Rechte an die Juden, die Schauspieler und die Nach-richter. Im Januar 1790 foderte er die constituirende Versamm-lung auf, ssich endlich einmal ernsthaft mit der Nationalsquldzu beschäftigen, die Abgaben von den Bedürfnissen ersteh Noth-wendigkeit zu vermindern, und sie vielmehr auf die Gegenständedes Luxus zu legen. Am lyten Juni desselben Jahrs sprach erfür die Beibehaltung des Adels, und bewies die genaue Verbin-dung dieses Standes mit der monarchischen Verfassung. Am rotenJuli erhob er sich gegen die Deputi-ten von Avignon, verlangte,daß man ihren Bericht über die ermordeten Gefangnen nicht anhö-ren solle, und schwur ihnen, als Abgeordneten einer Möcoerbandc;ewige Verfolgung. Am i7ten Januar 1791 hielt er eine sehr ge-lehrte Rede über die Einrichtung der Crüninaljustiz; am 22stenMärz über die Organisirung der Regentschaft; am izten Mai überdie große Frage der Zulassung der farbigen Leute zu den bürger-lichen Rechten, wobei er mit einer Logik und einer ruhigen Klar-heit, die auch ihrer Wirkung auf die Versammlung nicht verfehlte,bewies, daß es eben so gefährlich seyn werde, diesen Menschen»uf Ein Mal die bürgerlichen Rechte zu ertheilen, als sie gänz-lich davon auszuschließen. Er wollte, sie sollten nur schrittweisedazu gelangen,' wie dieses in andern wohleingerichteten Staatengeschehen sey. Es würde zu weitläuftig seyn, hier alle Gelegenhei-len zu erwähnen, bei welchen 'der Abb« Maury seine Talente undseine Beredsamkeit entwickelte, die ihn als einen der ersten Rednerder constituirende» Versammlung auszeichneten, welche so reich anberedten Männern war. Nach der Auflösung dieser Versammlung>n> Jahr '1792 verließ er, unzufrieden mit dem Gange, den diefranzösische Revolution genommen hatte, Frankreich, und begab sichA>ch Rom, wo er mit offnen Armen ausgenommen wurde. DerPapst gab ihm den bischöflichen Titel und schickte ihn noch in demnämlichen Jahre als apostolischen Nuntius zur Krönung Franz ll-nach Frankfurt. Bald darauf ernannte er ihn ,zum Bischof vonRicea, und am 2t. Februar 1794 zum Cardinal. Bei den fort-«auernden Stürmen der Revolution in seinem Vaterlande, wäh-rend welcher fast alle Glieder seiner Familie. ihren Tod auf demBlutgerüsts fanden, -lieh Maury nun in Rom, und beschäftigte