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Maximutn
die Dienstpragmatik. Höchst wichtig für den Geschäftsgang wa-ren die Organisation des geheimen Rathscollegiums, durch daj z
organische Edlct 1808, die Einlheilung des Landes in Kreise, die i
Anordnung der GcneralkreiScommiffariate 1308 und 1810, und die e
Organisation der Gectionen in den Ministerien. Alle drei Reli- j
gionsparreien genossen freie Übung ihres Cultus. Ein Hauptau- j
genmerk mußte auf die Finanzen gerichtet seyn. ES wurden das i
Kamilienschußgeld und das Postwesen regulirt, 1808 ; eine Zoll- und r
Mauthverordnung 1807 festgesetzt und i8li modificirt; Finanzen ,
und Steuern zweckmäßigen Veränderungen unterworfen, 1811; und s
um die in den frühern Kriegen ausgelaufnen Lasten zu erleichtern, e
I8oy eine gleichmäßige Bertheilung derselben angeordnet. Noch l
größere Verdienste hat sich Marünilian in Hinsicht auf Beförderung s
wahrer Vslkscultur, des öffentlichen Unterrichts, der Wissenschch , >
ten und Künste erworben. Die aus den aufgehobnen Klöstern und ^ -
Stiftern gewonnenen Summen wurden zu einem Fond für Besol- <düng der Lehrer und die Gebäude zum Theil zu Schulgebäuden be- ^ g
nutzt; die Universitäten zu Landshut und Würzburg 180Z zweck- 1 «
mäßig und die zu Jnsbruck analog jener zu Landshut 1808 organi- l «
sirt; Schullehrerseminarien in den alten Provinzen nach Bedürfnis»ertheilt, für die Gebiete Nürnberg und Augsburg igoy ganz neue ,
errichtet u. s. w. Die Akademie der Wissenschaften zu München l I
wurde 1307 vervollkommnet und ihr jährlicher Etat auf 80,000 Zl. l 1
festgesetzt; 1808 eine Akademie der bildenden Künste gestiftet und z j
für die Besorgung und Leitung der öffentlichen Unterrichts - und s !
Erziehungsanstalten eine eigne Section beim Ministerium des In- >
nern angeordnet. Um alle diese Einrichtungen für die Folgezeit zu , l
sichern, wurden sie in die Constitution aufgenommen. — Obschon l
Napoleon den bayrischen Staat ganz für sich zu gewinnen, und des- j
sen Regenten durch die Bande der Verwandtschaft an sich zu fesseln i
gesucht hatte, so verkannte doch Maximilian nicht das wahreJnterejst f
der Deutschen, und sein Übertritt zur allgemeinen Sache 1813 war >
von den entschiedensten heilsamen Folgen. Dadurch hat er sich die !
Dankbarkeit und Verehrung aller Deutschen erworben. — Gefällige j
Herablassung, menschenfreundliche Milde und anspruchlose Einfach- l
heit der Sitten zeichnen Maximilians Charakter sowohl im öffent- !
lichen als im Privatleben aus. Rührend ist es zu sehn, wie er als s
Gatte, Vater und Freund im Kreise der Seinen lebt, wie das Woll 1
voll patriotischem Enthusiasmus überall, wo er sich zeigt, froh und j
jubelnd sich zu ihm drängt und ihn als seinen Vater liebt undverehrt. , . .
Maxim»m (das Größte), bezeichnet überhaupt diejenigeGröße, über welche hinaus keine Vergrößerung oder VermehrungStatt findet oder Statt finden soll. Zur Zeit der französischen Re- l ivolution wurde für alle Lebensmittel eine Taxe, ein höchster Preis,über den sie nicht verkauft werden durften, bestimmt, und dieiffhieß das Maximum. Man hielt anfänglich diese Bestimmung M .sehr heilsam; bald aber zeigte sie sich so nachtheilig für landwirth-schaftlichc Industrie und Handel, daß man sie im dritten Jahre derRepublik »weder abschaffte. Indeß waren die bei dieser Gelegen- lheit gefertigten Tabellen, da sie Beschreibungen von dem Zustand« -des Ackerbaus, der Industrie, der Manufacturen und des Handelsjedes einzelnen Orts in Frankreich enthielten, von großer Wich-tigkeit.