Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
279
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Merge! Merlan 27Y

in einer kurzen ledernen Tunica; in der Linken hält er den Beutel,und den rechten Zeigefinger gegen das Kinn haltend, lächelt erichalkhast über eine ersonnene List. Als Jüngling findet man ihn,:> mehreren Attitüden ; bald mit dem Beutel in der Hand, baldmit dem Caduceus, bald mit dem Reisehut, stehend, sitzend und imHwtschreiten begriffen. Die Meister der späteren gereifter» Kunst</ellrcn ihn den jugendlichen unhärtigen Göttern zu. - Das Bor-H wende in seinem Charakter ist das Kraftvolle und Gewandte,tzrrräuselt liegen ihm die kurzen Haare um den Kopf und dieStirn; die Ohren und der Mund sind klein; seine Stellungen, ermag stehen oder fitzen, sind immer einfach und bequem; der Kopfrerzcsenkf, der.Blick bedächtig. In seinem schönen kräftigen Kör-pirkau sieht man den Erfinder der Gymnastik; in dem Stande, inder Geberdung und Miene den Begonnenen, Schlauen, Freundli-qcn, dem es leicht wird, alles zu unterhandeln, jeden zu gewill-ten, alles mit Bcbendigkeit zu vollführen. In dem Ideal des Mer-'ur ist das Gleichgewicht körperlicher Schönheit und geistiger Ge-wandtheit wunderffm vereinigt. Er ist entweder ganz nackt odernur Mit der Chlamys dargestellt.. Selten hat er diese ordentlichangenommen, sondern bloß über die Schulter geworfen oder umden Arm gewickelt. Den Kopf tragt er bald bloß , bald hat er daranlin Paar über den Schläfen befestigte Flügel, bald ist ihm der Hutaufgesetzt, an welchem zuweilen die Flügel angebracht sind. DerHut, weicher hauptsächlich den Wanderer bezeichnet, hat in denWildwerke» eine» flachen Kopf und eine schmale Krampe; auf Ba-sivzeichnungen kommt er aber auch mit breiter Hangender Krämpsund spitzem Kopfe vor. Sind die Flügel nicht an einer Schnurum. den Kops oder Hut befestigt, so sieht man sie entweder an denKnöcheln oder an den Sohlen angebracht, oder auch bloß am Ca-duceus. Als Symbole gab ihm die bildende Kunst den Hahn, umWachsamkeit odir Streitlust (wegen der Gymnastik), die Schildkröte, umstine Erfindung der Zither, den Beutel, um den Gott des Handels,Widder und Pater«, um den Anordner der religiösen Gebräucheund Opfer, den Stumpf des Palmbaums, an den sich seine Sta-tuen lehnen, um den Erfinder der Schreib - und Rechenkunst (aufPalmblättern), die Harpe oder das sichelförmige Messer, um denArgostödter, den Hund (bloß auf alexandrinischen Münze»), umScharfsinn und Wachsamkeit anzudeuten.

Mergel, eine Gattung kohlensaurer Kalkarten, die ein inni-zes Gemenge von Kalk, Thon, Sand und andern Theilen ist. JeNachdem sie bald von diesem, bald von jenem mehr enthält, wirdm Kalk-Mergel, Thon-Mergel oder Sand-Mergel genannt. Alle--iergclerden sind undurchsichtig und haben unansehnliche, verschie-den graue Farben und nach der verschiednen Mischung bald mehr,^weniger Zusammenhang und Festigkeit.

Merian ist der Name einer berühmten Künstlerfarnilie, ausder zuerst' Matthäus Merian der ältere großen Ruhm er-langte. Er war zu Basei 159Z geboren, lernte bei Dietrich Meyer>n Zürich und bei Theodor de "Bry zu Oppenheim, ließ sich in«rankfurt am May» nieder, trieb einen starken Kunstbandel undstarb zuSchwalbach 165:. Er arbeitete sehr sauber mit der Radier-nadel. Seine vornehmsten Werke bestehen in Vorstellungen derwichtigste,, Stätte in Europa, besonders in Deutschland, die »rwir ihren Beschreibungen in vielen Foliobänden herausgab. Die