Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
311
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erobernden System! der französischen Regierung die Meile einesAmbaffadeurs zu Paris von noch größrer Wichtigkeit als in frühe-ren Jetten geworden, so war die Ernennung des Grafen von Metternich»ach dem presburger Frieden zu diesem schwierigen Posten der re-dendste Beweis des ausgezeichneten Zutrauens seines Vaterlandesund seiner Regierung in seine Talente und Einsichten. Durchden Krieg zwischen Österreich und Frankreich im Jahre igoy wurdediese Mission beendigt, und der Fürst von Metternich trat balddarauf in das Ministerium, und ward zuüi Minister der auswärti-gen Angelegenheiten ernannt. Wenn Europa den Umsturz des fran-zösischen Kaiserreichs segnet, wenn aus diesem Umsturz besonders fürDeutschland ein schöner Lag hervorgeht, wenn es die Namen derHelden preist, die ihr Blot auf dem Schlachtfelde verspritzten: s»darf es dem leitenden Geiste, der diese Helden und Heere zurzechten Jett in Bewegung setzen und wirken ließ, seine Bewund-rung nicht versagen, und wie der Name Arel Orenstirn vor und»eben den großen Helden seines Jahrhunderts prangt, so wird derName Clemens Wenceslaus von Metternich einst auf die bewun-dernde iznd richtende Nachwelt übergehen. Es wird ihr nicht ent-gehen, wie weise sein Benehmen vor und während des prager Con-zreffcS und bei den Unterhandlungen zu Chatillon, wie richtig sei»Blick, wie berechnet seine Gtaatskunst gewesen. Von den erste»Souveränen mit Ehren überhäuft, erhielt der Fürst von Metternichvon seinem erhabnen und dankbaren Souverän den seltensten undausgezeichnetsten Beweis seiner Huld, die ein Gtaatsdiener je voirseinem Souverän empfangen, indem er ihm durch ein Handschreibenvom izten April 1814 nicht allein den Besitz einer erblichen Herr-schaft im Königreich Ungarn zutheilte, sondern diesem die Vergün-stigung hinzufügte, daß alle Nachkommen des Fürsten in direkterLinie das österreichische lotharingische Wappen in dem erste»Felde ihres angebornen Familienwappcns aus ewige Jette» aufneh-men könnten.

Mettrie (Julien Offroy d« la), geboren zu St. Malo ii»Z. i 7 oy, studirte die Medicin in Holland unter Boerhaave. Mit-Kenntniffen bereichert kam er nach Paris, wo er bei dem Duc deEraniinont, Obersten der Garden, angestellt wurde, der ihn zumArzt feines Regiments machte. Er folgte demselben zur Belage-rung von Freiburg, und wurde hier gefährlich krank. Er glaubtewahrzunehmen, daß die geistige Kraft, welche man Seele nennt,mit dem Körper schwindet und mit ihm verblüht. Er schrieb alsWsikcr von dem, was nicht in die Physik gehört, und verfaßteeine Ilircoirs nsiuiello lls l'sms. Dieses Werk, das auf jeder SeiteUnglauben athmet, erweckt« ihm Feinde; sein Beschützer blieb, under verlor seine Stelle. Jetzt kehrt« er seine Waffen gegen seineKollegen und schrieb, unter dem Namen Aletheius Demetrius, sei»Merk Ponelops ou iVlacttiavel eil inäilsoiiiöi Berlin 7748- DenBerfasser war genöthigt, sich vor seinen Widersachern nach Leyden zustüchren. Hier gab er seinen Ilonims iVl-xttiino heraus. Beständige-Voraussetzung dessen, was bewiesen werden soll, unvollkommneBergleiche oder Analogien als Beweis«, einzeln« richtig« Beobach-tungen, aus denen allgemeine Schlüsse gezogen werden, die nichtdaraus folgen, Behauptungen statt Zweifel, darin besteht die Phi-losophie des Verfassers. Der Enthusiasmus, womit er declamirt,«e Miene der Überzeugung, die er «urnimntt, körnte» wohl Pros«-