Band 
Sechster Band. M und N.
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Z'2 Metz Mensel

lyten machen. Verfolgt in Holland, wo sein Buch zum Feuer ver-urtheilt wurde, ging er 1748 wieder nach Berlin, und wurde Le-ctor des Königs und Mitglied der Akademie. Hier starb er 1751an einem Fieber, das «r ohne Arzt nach seinen eignen widersinnige»Ansichten behandelte. Einige Schriftsteller haben behauptet, deß2 a Mettrie in seinem letzten Augenblick Reue empfunden und daß dieberliner Philosophen deßhalb gesagt hatten, er habe sie im beb!»und im Lobe beschimpft. Andre dagegen sagen, er sey aus dem Lebe»getreten wie ein Schauspieler von der Bühne, mit dem einzige»Kummer, nicht mehr daselbst glänzen zu sollen. Der König vs»Preußen selbst verfaßte seine Leichenrede, weiche in der Akademieverlesen wurde. — Man findet in allen Werken La Mettrie's Feuer jund glänzende Phantasie, aber wenig Urtheil, wenig Genauigkeitund wenig Geschmack. Seine philosophischen Schriften sind zn Ber-lin 1751 in zwei Bänden gesammelt erschienen. Diese Schriften >sind ü?i,on>>i>a mncliine; I^'floninis pianrv; l.'llisroirs üe 1'amoi!I?nrr äs jouir: I^s ckiscanr-e s,ir ls bonlienn II. s. w. In de>^letzter» ist La Mettrie nach Diderot ein unverständiger Schriftsteller, lder allenthalben die Leiden des Weisen mit den Qualen des Äse- >Wichts, die leichten Übel des Wissens mit den verderblichen Folge»der Unwissenheit verwechselt, der die Frivolität des Geistes in dem,was er sagt, und die Verderbtheit des Herzens in dem, was ernicht zu sagen wagt, zu erkennen gibt; der hier behauptet, derMensch sey böse von Natur, und der anderwärts aus der Naturder Wesen ihre Pflichten und ihre Glückseligkeit ableitet; drr >sich zu bemühen scheint, den Verbrecher bei seinem Verbreche», di»Lasterhaften bei seinen Lastern zu beruhigen; dessen grobe, aber «r-ge» der Scherze, womit er sie würzt, gefährliche Sophismen ei-nen Schriftsteller verrathen, der nicht die ersten Ideen von derGrundlage der Moral hat. Das Chaos von Verstand und Ubrr-spannung in seinen Schriften kann nur von jenen leichtsinnige»Lesern ohne Widerwillen angeschn werden, welche Scherz und Ge-wißheit verwechseln, und denen man alles bewiesen hat, wenn ms»ihnen ein Lächeln abgewinnt. — Wollte man La Mettrie's Grund-sätze verfolgen, so würde dadurch alle Moral über den Haufe«gestürzt werden. Selbst Voltaire, der ihn in Schutz genomnu»hatte, nahm später seine Lobsprüche zurück. .

Metz, eine große, volkreiche Stadt am Einfluß der Seille >»die Mosel, die Hauptstadt des Moseldepartements. Sonst war sueine freie Reichsstadt, wurde aber 1552 von französische» ^TrupMbesetzt und 164g völlig an Frankreich abgetreten. Ehemals war du >

Stadt der Sitz eines Parlaments, eines Generalgouverneurs u»^

mehrerer Kollegien und hatte daher viel Wohlhabenheit. Der Bi-schof von Metz stand sonst unter dem Erzbischof von Trier, Wvon Besannen. Zu den schenswerttzen Gebäuden gehört der D»>«,das Schauspielhaus und die Intendantur. Die Zahl der Echwoß-ncr beträgt ohne das Militär Z2,oao. Metz hat wichtige Ra»"-facturen von Baumwollenzeugen, Gärbereien und einen lebhaft»Handel mit Getraide, Wein, Weinessig, Pelzwerk, Branntweiu. s. w.; ist auch der Sitz einer großen Artillerie - und 'nieurschule. — Die umliegende Gegend heißt le Pais Messin.

Mensel (Johann Georg), ward geboren den iftenI74Z zu Eyrichshof im fränkischen Rittercankon Baunach, wo ftVater Kantor war, besuchte seit 1755 die Rathsschule und I