Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
313
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1x58 das akademische Gymnasium zu Coburg, bezog 1764 die Uni-versität Göltingen, wo er Mitglied des historischen Instituts unddes philologischen Seminariums wurde, erhielt wegen einer in Got-tingen herausgegebnen Schrift von der philosophischen Facultät inWittcnberg die Magisterwürde und wendete sich darauf 1766 nachHalle, wo er mit Beifall Vorlesungen hielt, bis er 1769 als Pro-fessor der Geschichte nach Erfurt berufen, und in demselben Jahr«zum quedlinburgischcn Hofrath ernannt wurde. Seit 1780 lebt erals brandcnburgischer Hofrath, Professor der Geschichte und Mit-glied vieler gelehrten Gesellschaften zu Erlangen, und macht sichnoch in seinem hohen Alter durch Vorlesungen und Schriften ver-dient. Sein Schriftenverzeichnis! ist ein Beweis des ernsten und un-verdroßnen deutschen Fleißes, und der Vielseitigkeit der gelebrtenThätigkeit Deutschlands. Mit gleichem Glück hat er sich in derStatistik, allgemeinen Geschichrskundc, Kunst- und Literargeschichte»ersucht, ganz vorzüglich hervorstechende Verdienste sich aber beson-ders in den beiden letzter» Fächern erworben. Sein gelehrtesDeutschland (5. Ausg. Lcmzo 1796, ff.), sein Lexicon dervom Jahre 1750 bis 1800 verstorbnen deutschen Schrift-steller (Teipz. 1802, ff.), seine Bearbeitung von B. G. StruvSdidlisrlisoL lrisrarioa (Th. I—y. Leipz. 1782—1802, 21 Bde. 3.»»beendigt) sind in Rücksicht des Sammlerfleißes, der Genauigkeit,der Vollständigkeit einzig in ihrer Art, und zur Beförderung derKunstgeschichte trug er dadurch »»gemein bei, daß er zu einer Zeit,wo man in Deutschland kaum einzelne Punkte derselben zu bearbei-ten anfing, schon größre Sammlungen unternahm (deutsches Künst-lerlericon. Lemgo 1778. 1789. 2 Bde. 8. Miscellaneen artistischenInhalts. 1. —zo. Heft, Erfurt 1779 s. Museum für Künstler undKunstliebhaber, i. — 18. St. Mannheim 1787. ff. Neues Museum»- s- w. 1. — 4. St. Leipz. 1794. s. Reue Miscellaneen artistischen In-halts, 1. —14. St. L. 1795. ff. Archiv für Künstler und Kunstlieb-haber, Dresden i8oz. ff.) Um die Statistik, über welche er in Er-langen zuerst Borlesungen hielt, hat er sich durch seine Anlei-tung zur Kenntniß der europäischen Staatenhistorie(4. Aufl. Leipz. i8«>. gr. 8>), Literatur der Statistik(Leipz. i8e>6, 1807. 2 Bde. 8.) und durch sein Lehrbuch derStatistik (z. Aufl. L. 1805. 8.), so wie um die allgemeine Ge-schichte durch mehrere Journale (fortgesetzte Betrachtungen über dieneusten historischen Schriften. Halle 1774 ff. nebst Fortsetzungen)und Sammlungen (der Geschichtforscher. Halle 1775 ff.) verdientgemacht. Weniger glücklich trat er in seiner Geschichte von Frank-reich (als zg. — Z9. Lhl. der allgemeinen Welthistorie) und in sei-nem Leitfaden zur Geschichte der Gelehrsamkeit (r.— Z. Lbth. L.i ?99 ff- 8) auch als Geschichtschreiber auf, indem besonders in demletzter« Werke der zu große Reichthum an Materialien ihn nichtMeister seines Stoffs hat werden lassen.

. Mexiko oder Reu-Spanien, ein großes Land in Nordame-rika, der Krone Spanien gehörig, für welche es Ferdinand Cortesrn den Jahren 1519 bis 21 eroberte. Begränzt wird es gegen Nor-den von Ncu-Mexiko und dem War vermejo, gegen Süden von dem-osthmus von Panama, gegen Osten von dem mexikanischen Meer-busen, und gegen Westen von dem Mac del Sur. Das Clima istsehr ungleich. An den Seeküsten ist es heiß, feucht und ungesund,>n den höhern Gegenden bedeutend kalt; die übrigen innern Land-