Band 
Sechster Band. M und N.
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337
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Mineralien 337

Echwererbe, 7. die Strontionerde, 8- die Uttererde.

Die zweite Classe wird nach den Säuren abgetheilt, die sie enthal-ten, und zwar in fünf Ordnungen, als: r. kohle »gesäuerteSalze, 2. boraxgesäucrte Salze, Z. salpetergcsäuerteSalze, 4. salzgesäuerte Salze, 5. schwefel gesäuerteSalze. Die dritte Classe hat fünf Ordnungen: 1. Schwefel-ordnung, 2. Erdharz0r dnung, z. Graphitordnung,

4 Resinordnung, 5. Demantordnung. Die vierte Classeder Metalle ist reich und man theilt sie nach ihren eigenthümlichenmetallischen Grundstoffen ein, deren man bis jetzt 23 verschied»«entdeckt hat, als: 1. Platin, 2. Gold, Z. Quecksilber,

4 Silber, g. Kupfer, 6. Eisen, 7.Blei, 8.Molybdän,

9. Zinn, 10. Zink, ir.Wismuth, 12. Tellur, iz. Spieß-glanz, 14. Mangan, 15. Nickel, 16. K ob alt, 17, Arsenik,

18. Uran, 19. Titan, 20. Scheel, 2i. Chrom , 22. Tantal,

2Z. Cerenit, 24. Colurnb. 25. Iridium, 26. Rhodium,

27. Osmiam, 28. Palladium. Nach der Art der Erscheinung,oder des Vorkommens, theilt man die Metalle in gediegene,»ererztc, oxydrrte. Nach ihrem Verhalten im Feuer und un-ter dem Hammer theilt man sie auch in Ganz- und Halbme-talle, und die erstern wieder in edle und unedle. Die Mine-ralogie ist derjenige Theil der Natur, welcher die anorganischen Na»turkdrper, also Mineralien, zu seinem Gegenstand hat. Sie zerfalltihrem Wesen nach in die Oriktognosic oder die Erkenntnißlehreder anorganischen Körper, lehrt die einfachen oder gemischten Mine-ralien unter bestimmten Kennzeichen und unter festgesetzten Benen-nungen in einer natürlichen, aber systematischen Ordnung erkennen,und ist mithin die Basis aller übrigen mineralogischen Wissenschaf-ten. 2. Die Geognosie oder Gebirgskunde lehrt den festen Erd-körper überhaupt kennen und macht uns mit den Lagerstätten derMineralien, mit der Bildung derselben und mit ihrem Verhaltenauf und in demselben bekannt. Dieser letztere Theil hat noch nichtbie Vollkommenheit erhalten, die sein hohes Interesse erfodert.Wer diesen Wissenschaften umfaßt d>r Mineralogie im weitesten^ «inne noch: die mineralogische Chemie, die mineralo-gische Geographie und die ökonomische Mineralogie.Unter den Naturwissenschaften ist die Mineralogie vielleicht zuletzti als Wissenschaft ausgebildet worden, doch hat sie in neuern Zeiten. sihr viel Aufmerksamkeit erregt und viele Bearbeiter gefunden,i Griechen und Römern war diese Wissenschaft nicht fremd.

! Ton der ersten Nation ist noch ein Werk über die Steine vonTheophrast auf uns gekommen; von den römischen Schriftstellern istl"inius, der Naturforscher, besonders wichtig. Neurer Zeit kannMan vorzüglich vier in der Mineralogie herrschende Systeme anneh-men: 1. das System der äußern Kennzeichen beginnt mitAallenius und erreichte seine vollkommne Ausbildung durchWerner; 2. das chemische System beginnt mit Cronsiädtund wurde Lurch den Engländer Kirwan ausgebildet; .3, das"Ystallog raph isch e oder mathematische System verdanktman dem französischen Naturforscher Hauy; 4. das genetischeSystem, in dem gleichsam das der äußern Kennzeichen und dasmotycmatische vereinigt ist, stellte Oksn in seinem Handbuch der^Urgeschichte neuerlich auf. Von allen diesen Systemen hat sichdas wernerische noch am weitesten verbreitet, und die nici-*oc.v. tix. lN. Aug.) VI. 2 «