Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
350
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25o Minute Mrabeau (Boniface Riquetti)

Rede von einer Reform im Parlament und in verschleimen Zweig«,der öffentlichen Angelegenheiten. Aber die Gräm'!, welche um dieseZeit im Gefolge der Revolution in Frankreich herrschten, schrecktendavon zurück. Man hielt es für gcrathner, die Regierung, wie siebestand, auf alle Weise zu unterstützen, als auf Veränderungen zudenken und dadurch ihre Energie zu schwächen. Bei dieser Gelegen-heit verließ Sir Gilbert Ellior die Opposition wieder. Bald dar-auf stand Cocsica gegen Frankreich auf und stellte sich unter dritti-schen Schutz. Sir Gilbert wurde, um diese Angelegenheit zu lei-ten, 17YZ dahin geschickt, Nachdem er zum Mitglied« des geheimenRaths ernannt worden. Im folgenden Jahre räumten die französi-schen Besatzungen die Insel und der König von England erklärtesich zum Souverain derselben. Sir Gilbert präsidirte als Vicckd-N'g in der Gene alversammlung der vornehmen Corsen, und bewiesdie größte Thätigkeit in zweckmäßiger Organisirung aller Verwal-tungszwe'ge, bis die französische Parts!, geweckt durch die Sieg«der Franzosen in Italien, nach mehrörn vereitelten Versuchen end-lich siegte, und iyn zwang, 17Y7 die Insel wieder zu verlassen.Seme Verdienste belohnte die englische Pärwürde; er wurde zuinBaron Minto von der Grafschaft Roxburgh in Schottland erhoben.Noch in demseloen Jahre ging er als Gesandter nach Wien, desdamals der Schauplatz eben so wichtiger als verwickelter Verhand-lungen war. Der Friese von Am ens schuln ihm dem Interesse Eng-lands durchaus entgegen. Im Parlament sprach er mit Nachdruckfür die Vereinigung Irlands, bedauerte es aber eben so sehr, daßdie völlige Emanc'patwn der Catholiien, ine er als eine von denJrländern theils ausdrücklich, theils stillschweigend gemachte Be-dingung dieser Vereiniaung ansah, Hindernisse gefunden hatte. Alidie Verwaltung des Marquis Wcllesley in Indien zu Ende war,folgte ihm Lord Minto, unter dessen Generalgouvernement von denbritischen Waffen viele höchst wichtige Eroberungen gemacht wur-den. Die mit vielem Erfolg ausgeführte Unternehmung auf Bale-via leitete er nicht nur ein, sondern wohnte ihr auch in Person bei.Kurze Zeit nach seiner Rückkehr aus Bengale» stürb er zu Keilt im

I. 1814.

Minute bezeichnet Überhaupt den sechzigsten Theil eines Gan-zen, besonders den sechz gsten Ttieil einer Stunde. In der Mathe-matik ist die Minute der sechzigste Theil eines Grades. In detMahler« und Aeichenkunst nennt man die kleinern Theile, wonachman die Verhältnisse des menschlichen Körpers best-mmt, auch Mi-nuten, deren 48 auf eine Kopflänge gehen. Auch in der Baukunstist die Minute ein kleiner Theil eines Maßes, der zoste Theil einesModels. . ^ .

Mirabeau (Boniface Riquetti, Vicomte de) Oberster desstanz. Regiments von Touraine, zeichnete sich durch Tapferkeit imamerikanischen Freiheitskriege aus, stand in der ersten Nationalver-sammlung als Depiltrrter des Adels von Limousin auf der Seiteder Privilegirten, wanderte aus, errichtete eine JLgerlcgion, dieer in den Kampf gegen Frankreich führte, starb aber schon am Endedes I. 1792 zu Freiburg in Breisgau. Unter seinem Namen er-schienen l'-coetios. 2 Vo>I. 1790. 8, Er war, wie fern älterer Bru-der, der Graf Mirabeau, ein Mann von heftigen Leidenschaften, ^denen er Anstand und Sitte zügellos aufopferte. Gewöhnlich