Band 
Sechster Band. M und N.
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408 Mond

besonders auszeichnet, g. Verschleime Abhandlungen, die man mseinen vermischten Werken findet; 6. I.'lli.scoirs äc, ciisc», ei»!Bagatelle, die gegenwärtig vergessen ist. Außerdem hat er m<schiednc kleine Stücke für das Theater geschrieben.

Mond nennen wir vorzugsweise den die Erde bealelteicke»Trabanten. Gleich den übrigen Planeten verändert er täglich sei-nen Stand unter den Fixsternen am Himmel, und binnen einemMonat scheint er seinen Umlaut um den ganzen Himmel von Abendgegen Morgen zurückzulegen, während er zugleich unter den übri-gen Gestirnen der täglichen sche-nbaren Bewegung von Merze»gegen Abend folgt. Von seinen verschleimen Gestalten ist unter demArt. Mondphasen die Nede. Schon früh bemerkte man, daß sichder Mond um die Erde bewege. Die Erde liegt jedoch nicht imMittelpunkte der Mondsbayn. Mit der Ekliptik macht dieselbeeinen Winkel von 5^ Grad. — Der Mond ist unter allen Him-melskörpern der uns bei weitem nächste; seine Entfernung aber ist,da die Erde nicht im Mittelpunkte seiner Balm liegt, auch dieMondsbahn, wie alle Planetenbahnen, kein Kreis, sondern eineEllipse ist, nicht immer gleich. Man bestimmt seine mittlere Ent-fernung auf ungefähr 6a' Erdhalbmesscr oder 51,570 geographischeMeilen. Bei jedem seiner Umläufe um die Erde kommt er einmalin die Erdnähe (Perigäum) und einmal in die Erdferne (Apogäum)-Je nachdem der Mond der Erde näher oder entfernter ist, erscheinauch sein Durchmesser, besonders wenn man ihn durch Ferngläserbetrachtet, größer oder kleiner. In der mittlern Entfernung beträgtderselbe Zi Minuten und y Secunden. Der wahre Durchmesser desMondes wird nach astronomischen Berechnungen auf As Mal kleinerals der Erddurchmesser bestimmt. Hiernach läßt sich leicht berechnen, ^daß der Mond rgMal weniger Oberfläche und einen 5a Mal geringemkörperlichen Inhalt habe, als die Erde. Setzt man den Durch-messer der letzter» auf 171Y geographische Meilen, so beträgt irrDurchmesser des Mondes etwas über 4Ü8 solcher Meilen. In An-sehung seines Umlaufs bemerkt man große Ungleichheiten beimMonde. Diese rühren meist von der starken Einwirkung, d. h. An-ziehung der Sonne in seinen verschicdncn Stellungen gegen dieErde her. Erst Nach -Newtons Entdeckung des Gesetzes von derallgemeinen Schwere klärre sich dies mehr auf. Tobias Madelieferte die ersten genauen Mondstafeln, welche den wahren Ort oeMondes für jede Zeit durch iz verschicdne Gleichungen bisi Minute angeben. Da der Mond seinen periodischen Uniiaul(Monat) in 27 Lage» ?, Stunden, oder, genau gerechnet, in 27 » °gen 7 Stunden 4z Minuten und 5 Secunden zurücklegt, so durq- släuft er, nach einer mittlern Bewegung gerechnet, täglich IZlo Min. J5 Secunde» seiner Bahn, welches in jeder seit!«»»ZiZ2 pariser Fuß beträgt. — Außer der doppelten Bewegung,welcher sich der Mond um unsre Erde und nebst dieser umSonne dreht, hat er noch eine dritte,, nämlich um seine Axe.vollendet dieselbe während der Umlaufszeit um die Erde einmal,daraus erhellt, daß der Mond uns immer einerlei Seite zukehrt.Ursach dieser Gleichheit der Zeit zwischen Umlauf undfindet Newton darin, daß die der Erde zugekehrte SeileMondes wegen der größer» Nähe von der Erde stärkcrangcz ^werde als die abgewendete, und daher nach dieser Richtung ,länglichere Gestalt annehme. Indeß hat man doch wahrgene- ^