Band 
Sechster Band. M und N.
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4ro Mondphasen.

hen seyn mag. Man hat die wahrscheinlichen Revolutionen Mdem Monde in unsern Lagen zur Erklärung des seit einigen Iahe«so viel Aufsehen erregenden Steinregens benutzt und dafür gehalten,daß die aus der Luft gefallnen mineralischen Massen bei heftigenExplosionen der Mondvulcane auf unsre Erde geworfen wordenwären. (Berg!. Meteorsteine).

-Mondpi, asen, oder Mond- und Liehtgestalten, sind dieabwechselnden Gestalte» der erleuchteten Mondscheibe. Sie rührenvon der Stellung her, welche der an sich dunkle Mondkörper gegendie Sonne und Erde hat. Bekanntlich sehen wir den Mond zugewissen Zeiten gar nicht, zu andern Zeiten sichelförmig, bald alshalbe Scheibe und endlich ganz erleuchtet. Wenn sich der Mondzwischen der Sonne und Erde befindet, d. h. mit der Sonne inConjunctiv», steht, so wendet er seine »«erleuchtete Fläche gegenuns, und wir können nichts von ihm sehn. Diese Mondgestaltheißt Neumond. Bald darnach entfernt sich der Mond wiedervon der Sonne, und ein kleiner Theil seiner erleuchteten Flächewird am Abendhorizonte sichtbar. Am vierten Tage nach dem Neu-monde ist er bereits 45° von der Sonne entfernt, und nun erscheintein Theil seiner erleuchteten Fläche in Sichelgcstalt mit der converenoder erhabnen Seite gegen die Sonne gekehrt. Von nun an ent-fernt sich der Mond mit jedem Tage mehr von der Sonste, nimmtseinen Weg immer mehr von Westen nach Osten, erscheint daherAbends immer weiter gegen den östlichen Horizont, und der erleuch-tete sichelförmige Theil wird immer breiter. Nach ungefähr achtLagen, vom Neumonde an gerechnet, ist er schon yc>° von der Sonneentfernt, wenn diese untergegangen ist, und nun stellt er sich alSeine erleuchtete Halde Scheibe dar. In diesem Zustande wird er inden Calendern das erste Viertel oder die erste Quadraturgenannt. So wie der Mond sich fortwährend von der Sonne ent-fernt, nimmt er immer mehr zu, d. h. sein erleuchteter Theil nähertsich immer mehr der Gestalt einer kreisrunden Scheibe, bis unge-fähr 15 Lage nach dem Neumonde, wo er der Sonne gerade gegen-über steht und in vollem Lichte, aber als völlig kreisrunde Scheibeerscheint. In dieser Gestalt kehrt er seine erleuchtete Fläch« uns zuund wir nennen ihn Vollmond. Zu dieser Zeit geht der Mondauf, wenn die Sonne untergeht und scheint die ganze Nacht hin-durch. Bon dem Neumonde an bis zum Vollmonde wuchs der unszugekehrte erleuchtete Theil immer mehr, und heißt daher zuneh-mender Mond. Von dem Tage des Vollmonds aber nimmt ermit jedem folgenden Tage wieder ab, und zwar auf der entgegen- §gesetzten d. h. von der Sonne abgekehrten, Seite; zugleich nähert er lsich der Sonne in eben dem Maße, wie er sich beim Zunehmen von >hrentfernte. Ungefähr 7 Tage nach dem Vollmonde ist er der Sonnebereits wieder auf yo° nahe gekommen, und jetzt erscheint er aulder linken Seite halb erleuchtet, welches in der Calcndersprache da«letzte Viertel, oder die letzte Quadratur genannt wird.In dieser Gestalt geht er gerade um Mitternacht auf. Von nunan nähcrt er sich mit jedem Lage der Sonne noch mehr und M lgleich der sichelförmigen Gestalt, die jedoch jetzt immer mit ihre" ^Hörnern nach der entgegengesetzten Seite gekrümmt erscheint, M !immer später und immer mehr östlich auf, bis er endlich ungefapnach 29 Tagen, von dein Neumonde an gerechnet, abermals °eEonne so nahe gekommen ist, daß er mit ihr in Conjunction rr«i-

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