Band 
Sechster Band. M und N.
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436 Montgolficr Montgommery

die Verbindung seiner Theile, blühend durch die Regsamkeit seinesinnern Lebens, geschmückt-erhaben durch seine alte wieder erwor-bene Würde, und geachtet— und beglückt durch seine Verfassung ist,

Monlgotfier (JacqueS - Etienne und Joseph), die Erfinderdes Luftballons, s. Aerostat/

Montgommery (Gabriel Graf von), berühmt durch seineTapferkeit und seine schönen Handlungen, noch mehr aber durch seinUnglück, Er ward in seiner Jugend die unschuldige Ursach an demTode Heinrichs II, Dieser Fürst hatte in einem Tournier am rüstenJuni ig 5 st, das bei der Vermählung seiner Tochter Elisabeth mitdem Könige Philipp von Spanien gegeben wurde, bereits mehrereLanzen gebrochen, als er noch einen Gang mit dem jungen Mont-gommcry, damals Lieutenant der schottischen Garde, machen wollte,

Als habe er «ine böse Ahnung, weigerte sich Montgommery mehr-mals, und gab erst nach, als der König unwillig wurde. SeineLanze traf so heftig auf das Visir des Königs, daß dasselbe auf-sprang und die zurückprallende Lanze ins Auge traf. Der Königstarb nach elf Tagen, verbot aber, Montgommery im geringstenwegen dieses Vorfalls zu beunruhigen. Dieser zog sich auf seineGüter in die Normandie zurück, ging sodann auf Reisen und kamzur Zeit der ersten bürgerlichen Kriege nach Frankreich zurück, wo <

er als eins der Häupter der Protestanten auftrat. Er vertheidigte I

1562 Rouen mit hohem Muthe gegen die königliche Armee. Ais die ,

Stadt endlich erstürmt worden, warf er sich in eine Galeere und j

flüchtete sich glücklich nach Havre. Im I. 1569 ward er nach Bearn §

geschickt, das die Eatholischen unter Lerrides fast ganz der Königin l

von Navarra entrissen hatten. Er vollzog seinen Auftrag mit fol- r

cher Schnelligkeit, daß die protestantischen und katholischen Schrift- ,

steiler ihm gleiches Lob darüber ertheilen. Zur Zeit der Bartholo-mäusnacht 1572 war Montgommery zu Paris und wohnte in der §Vorstadt St. Germain. Er wurde zeitig genug benachrichtigt, umsich auf ein Pferd schwingen und mit einigen andern bei ihm woh- ^«enden Edelleuten retten zu können. Die Schnelligkeit seines Pser- ! 1des entzog ihn seinen Verfolgern; er legte dreißig Stunden'Wegesin Einem Ritt zurück, begab sich nach Jersey und von da nebstseiner Familie nach England. Im folgenden Jahre führte er einebedeutende Flotte, die er zum Theil selbst ausgerüstet hatte, zum iBeistand von Röchelte herbei, das von den Catholikcn belagertwurde. Allein ohne etwas ausgerichtet zu haben, verließ er dieRhede, um Belle-Jsle auf der Küste von Bretagne zu plündern.

Er kehrte sodann nach England zurück, wo er einen Eidam halte. !Als 157z wieder zu den Waffen gegriffen wurde, ging Montgommery, 1der damals auf Jersey war, nach der Normandie und verband sichmit dem protestantischen Adel dieser Provinz. Er war in Saint-Lo, als Mktignon, Gencrallieutenant in Nieder - Normandie,plötzlich erschien, und die Stadt belagerte. Nachdem die Belage-rung vierzehn Tage gedauert hatte, benutzte Montgommery dieDunkelheit der Nacht, um mit sechzig bis achtzig Reiter» die feind-lichen Posten zu sprengen und durchzubrechen. Er entkam, ohneeinen Mann verloren zu haben, und erreichte am 7ten Mai 1574Dvmfront mit zwanzig Reitern. Während er sich einigermaßenerholte, fährten ihm einige Edelleute noch vierzig Mann zu. Mä- >tignon war indeß auch mit einem Theil seiner Reiterei aufgebrochen, jund kam am yten früh vor Dvmfront an, Er griff sogleich die