Montgelas
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Kisten, und was sie nicht zu leisten vermögen,'!und sofort, bei Ver-meidung häufiger Collisioncn, der innern Verwaltung leichter densichern Charakter von Ordnung, Zusammenhang und Kraft in derEinfachheit zu geben vermag. In der Überzeugung von der be-währtesten Treue und Anhänglichkeit sowohl, als auch von denwichtigsten Diensten, die Montgelas in allen Zweigen der äußernund innern Staatsverwaltung, die seiner obern Leitung übertragensind, selbst in den gefahrvollsten Zeiten, dem Vaterlande geleistethat, und mit anhaltendem Eifer durch seine tiefen Einsichten nochzu leisten fortfährt, hat Bayerns edelmüthiger Beherrscher densel-ben 1810 in den Grafenstand erhoben. Schon früher war er zurdankbaren Auszeichnung mit den Lnsignien des Großkreutzes undGrgßkanzlers der königl. Orden vom heil. Hubertus und der bayer.scheu Krone, dann des Ehren - Großkreuzes des heil. Zohanniter-ordens, eines Großkreuzes der französischen Ehrenlegion und desköniglich sächsischen Kronordens, und eines Großcommandanten desOrdens der 'westphälischen Krone u. a. geschmückt worden. In denJahren 1809, 1810, iLli, ikfts u. folg. hat der König, bei seinerEntfernung von seinen Staaten, sein rollkommnes Vertrauen aufdessen bewährte Treue und erprobte Kenntnisse auch dadurch be-wiesen, daß er, wahrend seiner Abwesenheit, demselben unumschränk-tere Vollmacht in der Geschäftsführung übertrug. Seinem Herrnnie etwas rathend, was gegen Pflicht und Ehre wäre; nie etwasMinderes, als das Vollkommne wollend, ist Montgelas zugleichgefällig und zuvorkommend gegen Jeden, der an ihn sich wendetmit Bitten oder Beschwerden, mit Ansprüchen auf Ehre und Ver-dienste, und obschon durch Anderer giftigen Neid und Undank öf-ters gekränkt, zeigt er sich, weit entfernt von Rache und Vergel-tungssucht, immer schonend, nachsichtig, großmüthig, sogar gegenunwürdige Feinde. Immer thätig und nützlich, ist er währenddes Sommers in seinem Landhause in Bogenhauscn, einem Dorfenächst München, schon am frühesten Morgen, und zur Winterszeitin der Hauptstadt ebenfalls Morgens und nach der Tafel, jederzeitzusprechen, wenn man ihn zu den bekannten Stunden gewärtigenwill. Außerdem hat er zwei Audienztage wöchentlich in der Resi-denz angeordnet, und nimmt täglich Gelegenheit, mit den vorzüg-lichsten Staatsdienern, die er in abwechselnder Reihe an seinemTische oder in seiner Gesellschaft sieht, über Angelegenheiten desStaats zu sprechen. Als Mann von vorzüglichen Talenten, geüb-tem Scharfsinne, richtiger und schneller Beobachtungsgabe, von un-gemein ausgebildetem Gedächtnisse, im Besitze eines reichhaltigenSchatzes von Literatur, besonders aber gründlichen Kenntnissen inSprachen und allen Zweigen der Geschichte, von einer, durch viel-fältige Erfahrung vollkommen gebildeten Politik, und entflammtvon Patriotismus, ist er ein vollendeter Staatsmann, dem Bayernviel, sehr viel zu verdanken hat, indem er, bei so vielen Er-schütterungen und Gefahren des Staats, bei dem rastlosen Wälzenund Treiben der politischen Verhältnisse jedes Tags, bei den Müh-seligkeiten so vieler neuen Gestaltungen, immer mit Rath und Thatden sichersten Zeitpunkt treffend, durch glücklichen Tact das Weisesteauffand, deutlich erkannte, standhaft ausführte, streng conse-ßuent in allen Beziehungen darnach handelte, und so mir sinnen-der Klugheit und ausharrender Geduld auf tiefem, festem Grmide«in Gebäude aufführte, das groß in seinem Umfange, stark durch
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