Band 
Sechster Band. M und N.
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j Moore 44z

r cromby bei der Unternehmung auf Holland angestellt; Moore harte

, bei dieser Expedition, die völlig mißlang, weniger Gelegcnbeit sich

e «uszuzeichneu. Inzwischen eroberte Bonaparte Ägypten ; England

x schickte unter Lbercrvmby ein zahlreiches Heer zur Beitreibung der

z Franzosen aus diesem Lande ab. Moore, der kurz zuvor General-

z Major geworren war, befand sich bei demselben. Er erhielt zu-

z rächst den Luslrag, sich zum Groß-Vczier nach Jaffa zu begeben,

kehrre aber von dort mit der Überzeugung zurück, daß von dem, türkischen Heere keine Mitwirkung zu erwarten sey. Der englische »

> Feldherr beschloß demnach, allein zu handeln, und bewerkstelligte amzttn März i8or bei Abukir die Landung seiner Truppen. Moore

x ivmnrandirte die Reserve, und war kaum ans Sand gestiegen, als er

c an der Spitze seiner Brigade mit gefälltem Bajonnet die auf einer

x Anhöhe Vortheilhaft aufgestellten Franzosen angriff und nach Äleran-

dria zurückwarf. Er vnpsing dafür den öffentlichen Dank des Ober-, besehlShabero. In dem blutigen Gefecht am 2isten März, in wcl-, chem Abercromby auf dem Schlachtfelde blieb, hatte Moore mit der

s Reserve den Hauptaugriff zu bestehn, und wurde, wiewohl nicht

, gefährlich, verwundet. Er genas zeitig genug, um an der Belage-

rung von Cairo und den folgenden Ereignissen bis zur Capitula-1 tion der französischen Armee Theil zu nehmen, worauf ihn die

Wahl traf, dies« Armee bis an den Ort ihrer Ausschiffung zu be-

- gleiten. Nachdem er darauf einige Zeit in dem Schooß seiner Fa-

- milie verlebt hatte, bekam er zu der Zeit, als die Franzosen mit

- einem Angriff aus England drohten, den Befehl über eine in Kent; zusnmmcngezogne Armee. Im I. 1805 erhielt er mit dem Ranget eines Genirallieutenants den Oberbefehl auf Sicilien, wurde aber

- > bald von dort zurückgerufen und nach Schweden geschickt, um dem

, jungen Könige zur Seite zu seyn. Die Begegnung, die ihm, derc j kurz vorher Ritter des Bathordens geworden war, hier wiedersuhr,c , seine Verhaftung und seine Flucht sind Gegenstände, die noch ein< Dunkel verhüllt, dessen Aufklärung erst von der Folgezeit zu erwar-

; ten ist. Wenige Tage nach seiner Rückkunft in England wurde

i Moore mit einem TruppencorpS nach Portugal abgeschickt. Er war

, ^ kaum ans Land gestiegen, als er sich zur Unterstützung der Spanier

> in Marsch setzte. Unter unzähligen Schwierigkeiten erreichte er

. ! Loro; den 2isten December i 8 c >3 stand er bei Sahague. Auf diee Nachriqt, daß Marschall Soult mit 16,000 Mann bei Saldana stehe,l beschloß er, ungeachtet die Wege vom Regen fast unwegsam gemacht

. worden, einen Schlag auszuführen. Er gab den 28ste» Abends den

1 . Truppen Befehl, in zwei Eolonnen aufzubrechen. Aber zu derselben

- Zeit ging nicht nur die Nachricht von der Verstärkung des soult-

e Ichen Corps, sondern auch von Romans die Meldung ein, daß ein

» französisches Corps von Madrid entweder auf Vallodvlid oder Sala-

, manca marschiere. Moore, der das Gefährliche seiner Lage vollkom-

- men einsah, trat sogleich den Rückzug auf Corunna an, um sich dort

e einzuschiffen. Selten hat ein Heer mit so großen Schwierigkeiten

- P kämpfen gehabt, als die Engländer auf diesem Marsch. Mit

f «em Verlust des größten Theils ihrer Pferde und Bagage kamen sie

S endlich am löten Januar 1809 vor Corunna an, aber um die zum Ein-

» schiffen nöthige Zeit zu gewinnen, mußte der mit überlegner Macht

- j simen aus der Ferse folgende Feind zurückgeschlagen werden. Moorr j stellte um Mittag leine Truppen >n Schlachtordnung, und vereitelte

- durch seine meisterhaften 'Anordnungen alle Versuche, welche die