442 Moore
Lungen hervorbrachten, obwohl seine einfache und natürliche Manierweniger blendete. Er gefiel eben so sehr in der Tragödie wie inder Komödie; noch in seinem Alter bewunderte man ihn in der Rolledes Abbe de l'Epie. Als Dichter erschien er zuerst auf dem Theatrefranqois mit dem Kmant douiru; Oes Kmour» äs Ls^arä undElsirienrine er Oesorine, fanden Beifall wegen ihres edeln undgefühlvollen Styls. Mit nicht minderm Glück arbeitete er für dasTheatre Italien, jetzt l'Opera comique. Oss »ois I'«r-wiisrs, Llaiss st Lädst, Llexig «t lusrine, Lsr^ines, tlreqai,ruilipps er KeorAstts wurden vielmal wiederholt und haben sichauf dem Theater erhalten. Einige Jahre vor der Revolution ver-ließ Mvnvel Frankreich, besuchte Rußland, dann Schweden, wo erdurch die Vermittelung eines Gönners als königlicher Bibliothekarangestellt wurde, kehrte sodann nach Frankreich zurück, betrat hiervon neuem die Bühne und erregte den allgemeinsten Enthusiasmus.Allein sein Gedächtniß verließ ihn in dem Grade, daß er einst inder Rolle des Augusts im Einna, ohne ein Wort gesprochen zu haben,abtreten mußte. Dies bewog ihn, das Theater zu verlassen, aufdem er 40 Jahre lang allgemein gefallen hatte. Er starb im Fe-bruar 1812.
Moore (Sir John), ein durch seine Thaten und seinen Tod inSpanien berühmt gcwordner englischer General, war geboren im I.1760 zu Glasgow, wo sein Vater als Arzt und Gelehrter lebte. Nach-dem er hier den ersten Unterricht genossen und mit seinem Vaterden jungen Herzog von Hamilton von 177g bis 78 auf seinen Rei-sen begleitet hatte, trat er in das igte Infanterieregiment und gingalle Grade bis zum Generalmajor durch, wozu er 179g ernanntwurde. Die erste Gelegenheit, sich auszuzeichnen, fand er als Obrist-lieutenant im mittelländischen Meere 179z. Nachdem er zu Toulongedient hatte, wurde er von Lord Hood nebst dem Major Köhlerzu einer geheimen Sendung nach Corsica gewählt, um wegen derÜbergabe der Insel an die Engländer mit Pasqual Paoli zu unter-handeln. In Folge dieser Unterhandlungen wurde ein englischesCorps unter General Dundas auf Corsica gelandet, wobei sich auchder Obristlieutenant Moore befand. Dieser eroberte nach großenAnstrengungen den befestigten Platz Fornelli, und nahm gleich dar-auf an der Erstürmung von Calvi den entscheidendsten Antheil.Obgleich gefährlich am Kopfe verwundet, drang er an der Spitzeseiner tapfern Grenadiere in den Platz und ward vom GeneralStuart, dem gültigsten Richter kriegerischen Muths, öffentlich umarmt.Die Unterwerfung der ganzen Insel war die Folge dieser glücklichenUnternehmungen; eine G'eneral-Consulta unter Paoli's Vorsitz decre-tirte ihre Vereinigung mit England. Der Obristlieutenant Moorewurde unmittelbar darauf zum Generaladjutanten ernannt; alleinaus unbekannten Gründen zog er sich das Mißfallen des BicekönigS,Sir Gilbert Elliots, nachmaligen Lords Minto, zu, der seine Mrückbcrufung bewirkte. Moore, der 1795 zum Obristen in der Armeebefördert worden, und zugleich Obnstlieutenant im gissen Regi-mente war, ging darauf mit der Expedition unter dem Earl s>Eglintouna nach Westindien. Die Armee, die unter Lbercromby'SBefehl stand, kam im Januar 1796 auf Barbadoes an, und begav"sogleich die Operationen. Moore wurde zux Unterwerfung von St.Lucia abgeordnet, die er auch glücklich vollendete. Nach semerRückkehr nach Europa wurde er abermals unter dem tapfern Aber-