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Morea
noch im I. 1814 der, welcher einen Scla'ven gestohlen hatte, gehan-gen, der Mörder seines eigenen Sclaven hingegen zu einer kleine»Geldbuße vcrurtheilt. So hielt auch das Alterthum die Ermor-dung eines Sclaven für kein Verbrechen. Man erinnere sich z. B.an cie berüchtigte Kryptia bei den Spartanern (s. Plutarchs Ly-kurg c- 28) und an das Loos der Sclaven bei den Römern (Se-neca üe irs. 1 . III. c. -ja.). Das Christenthum macht keinen Un-terschied zwischen Freien und Sclaven, wie das mosaische Recht esthut; und dennoch konnte es unter sogenannten Christen eineviiness uo -k-rl ,-i-s geben; und noch im I. 1814 ist das Leben der Leid-eignen in manchen Ländern nicht viel geachteter als im heidnische»Alterthume! Wie schwach ist der weltliche Arm der Kirche in Ita-lien, die noch immer nicht die Mörder von Handwerk, die soge-nannten Buli oder Bravi, die Banditen ausrotten kann! undwas vermag die Weisheit europäischer Gesetzgeber gegen den fre-velnden Ansinn des Zweikampfs? Die Cotsen hielten unlängst, wiedie Montenegriner jetzt noch, die Blutrache für erlaubt, und roteMütter glauben auch unter uns das.Tbdten, oder Abtreibe» derLeibesfrucht sey kein Todtschkag. Ündeß gibt es Fälle, wo Um-stände und Absichten des Thäters die beim Todtschlage vorkom-mende Schuld sehr Mindern. So wenn die That aus Wohlwol-len gegen den Getödteteir, oder aus zu weit getriebner Verabscheuung einer bevorstehenden Entehrung desselben begangen wird.Wenn Virginius seine Tochter mordet, damit sie nicht alsSclavin der Wollust eines Tyrannen zum Opfer werde; wen»Jubellius bei der Einnahme von Capua aus gleichen Ursache»Frau und Kinder tödtet, wenn die cimbrischen Weiber, nach-dem das Heer ihrer Männer vom Mariüs geschlagen ist, ihre Kin-der und sich sslbst entleiben, um nicht in die römische Gefangeneschaft zu gerathen; wenn die amerikanischen Wilden ihre»betagten Ältern das Leben nehmen, um sie nicht an unheilbare«Krankheiten, oder vor Hunger langsam verschmachten zu lasseniwenn jemand einem Unglücklichen, der verstümmelt auf demSchlachtfelde ihn selbst um den Gnadenstoß anfleht, aus Mitlei-den seine Qüal verkürzt: wer möchte diese Todtschläger Mördernennen? Wer hingegen die Unschuld einer Jungfrau, eines Jung:lings, wer das Glück einer Ehe, die Lebensfreude einer Fansiliydie Gewissensruhe eines Menschen Mordet: der ehrlose, tückisch«Verleumder, der einschmeichelnde, giftige Versucher, der gefühllos!Richter und Scherge: sind diese keine Mörder? Der Seiltänzer undEquilibrist, der Kinder durch Mißhandlungen zu seinen Künsti«abrichtet, der Übermuth, welcher sonst so viele männliche Geschöpft !entmannte, um sie zu Sängern zu bestimmen, und mehrere Ver-brecher gegen Leben und Gesundheit, die das Schwert des Gnsetzes nicht erreicht, sind oft strafbarer als der Todtschläger, desdie Verzweiflung zum Äußersten trieb. War endlich Cäsar, duUm der Herrschaft willen Bürgerblut vergoß, oder war Brutusein Mörder? — tu
Morea, eine bergige Halbinsel, welche devs südlichste Theil voll ^Griechenland ist und vormals Pelopvnnesus (Pelopsinsel) hieß- S:eWird durch einen schmalen Landstrich (den korinthischen Jsthmus)!mikdeM eigentlichen Griechenland verbunden, und von dem 60IW a>iOepsiilo, dem griechischen Meere und dem Archipelagus beiputt-DeN Name» hat sie unter den letzten: griechischen Kaisern bekom