Moreau (Mahler) 449
meii wegek der Ähnlichkeit ihrer Figur mit dem Matte eines Maul-beerbaums, der im Griechischen Morea heißt. Die Luft ist warm,aber ziemlich temperirt, und,.der Boden fruchtbar an Getraide,edeln Baumfrüchten, Wein, Öl, Seide, Baumwolle, Schafwolle,Gallapfel u. s, w. Der. wichtigste Ausfuhrartikel sind die unterdem Namen Corinthen bekannten kleinen Rosinen; man schätzt diejährliche Ausfuhr auf 8cw,ooo Centncr. Morea wird eingetheilt indie vier Provinzen Clären; a» -Saccania, Bclvedere, undZaconia oder Braccio di Maina. Es kam mit dem Fall des«strbmischen Kaiserrhums in die Gewalt der Lücken. IN demKriege gegen das Ende des i/ten Jahrhunderts wurde es von denLenetianern erobert, aber im I- 1715 von den TürkeN wiedergenommen und im paffarowitzer Frieden von ihnen behauptet. ImI. 177a machten die Rüsten vergebliche Landungen und Angriffe aufMorea; sie konnten sich gegen die Anstrengungen derLürken und Alba-neser nicht erhalten, welche in der Folge an den Griechen, alserklärten Rebellen, strenge Rache Nahmen, Die ganze Halbinselsteht unter einem Pascha von drei Rostschweifen, welcher seinenSitz zu Lripolitza hat. Außer ihm gebietet der Pascha von Napolrdi Romania vdn zwei Roßschweifen über den nordöstlichen Lveil desLandes, und in den übrigen Gegenden sind Mehrere SandschiaksUnd Bey's, welche selten die Befehle des Pascha's anerkennen. ImSüden wohnen' die Mainotten ist. d.). Ohne dieselben schätzt mandie Bevölkerung auf 400,000 Griechen, 15,000 Türken und 4000Juden.
Moreaü, in der Kunstgeschichte unter dem Ramtn des Jün-gern bekannt, königlicher Cabinetszeichner, starb zu Paris gegenEnde des Jahres 1814. Er war zu Paris 174t geboren, legte sichzuerst unter dem Mahler Le Ldrrain auf die Mahlerei, und ging,als derselbe zum Directdr der Petersburger Kunstakademie NachRußland berufen wurde, als dessen Adjunct mit Nach Petersburg,ungeachtet er damals erst siebzehn Jahre alt war. Zwei Jahrenachher aber starb Le Lorrain und nun kehrte Moreau nach Pariszurück. Bei gänzlichem Mangel an eignem Vermögen verließ erjetzt die Mahlerei, Und erlernte unter Lebas die Kupferstecherkunst,«eil diese schneller als jene zum Broterwerb verhilft, zumal daMoreau zugleich ein sehr geschickter Zeichner war, und das, was erm Kupfer stechen wollte, selbst zeichnete. Er erlangte in seinerneuen Laufbahn bald einen solchen Ruf, daß wenn ein Buch mitKupfern gezieR erscheinen sollte, diese von Moreau gezeichnet undgestochen seyn mußten, wenn das Buch Glück machen sollte. Er hatzu nachstehenden Werken französischer und alter classischer AutorenKupferstiche geliefert: zum Homer, Lhncydides, Marc-Aurel, Biregil, Juvenal, Ovid, Corneille, Racine, Lafontaine, Regnard, Cre-billon, Rousseau, Montesquieu, Marmontel, Reynal, Mably,treffet, Barthelemy, Saint-Pierre, Voltaire und Moliere, zujedem der beiden Letzter» zwei verschied»? Suiten von Kupfern (dieMsammen aus mehr als hundert Blättern bestchn), ferner sechzigBlätter zu Geßners Schriften, achtzig für das neue Testament, undhundert und sechzig zur französischen Geschichte. Die große Ver-schiedenheit in diesen Gegenständen setzt eine große Mannichfaltigkeitvon Kenntnissen voraus, um einem jeden derselben den erfoderlichenCharakter zu geben; auch besaß Moreau diese Kenntnisse in so«vhein Grade, daß er gleichsam für eine lebendige Kunst-Eneycio-r»n». ptp. (N. Anst.) VI. 2H