sog Mühlen.
Wassermühlen unterscheidet man das MühlengebLude, worin das gehendeZeug uno das Gerinne, wodurch dem Zeug das Wasser zugeführt wird.Letzteres seht nicht selten sehr bedeutende Wasserbauten voraus.L Windmühlen. Diese sind entweder so eingerichtet, daßdas ganzeMühlengebaude sammt dem darin befindlichen Leng nach dem Windge-drebt werd n kann, und heißen dann B ocömühlen, oder das Gebäudesteht fcsi und nur das üach (Haube) nevst der Welle und den Flü-geln wi d nach dem Wrnd gedreht, holländische Windmüh-len. kctztre ^aben unstreitig vor den erstern bedeutende Vorzüge,denn sie stehen nicht bloß ungleich fester gegen den Wind, sonder»enthalten im Innern auch viel mebr Kaum und es können bei ihm»alle Arten-von Mahlwerke, als OI-, Schneide-, Papiermüh-len u. s w. angelegt werden, während man in den erstern seltenmehr als Mahl-,und Graupenmühlen anlegen kann. Ma»nennt diese Mühlen holland'schc Mühlen, weil sie zuerst in Hollanderfunden wurden und dort überhaupt sehr üblich sind. Die hori-zontalen Windmühlen, als eine dritte Gattung, wo die Flügelhorizontal oben angebracht sind, haben den davon gehegten Erwar-tungen nicht entsprochen. 6. Hand- und Roß mühten werde»bloß durch thierische Kräfte in Bewegung gesetzt. Die Handmühle»sind selten von großem Nutzen, daher man sie nur zum Schroten oderhöchstens bei Armeen im Felde gebraucht. Dagegen leisten gut gebauteRoßmühlen, welche von Pferden oder Ochsen bewegt werde», nichtselten sehr gute Dienste'. Sie sind so eingerichtet ^ daß das Pferdentweder durch Treten in einem Tretrad, oder durch Ziehen an einemSchwengel die Maschine bewegt. Außer diesen genannten Kräfte»,welche man zur Bewegung der Mühlen anwendet, hat man sich!»neuerer Zeit auch der Dampfmaschinen als bewegenden Kraft zu denMühlen bedient. Dergleichen Mühlen findet man vorzüglich in Eng-land und Frankreich. Das gangbare Zeug einer gewöhnlichen Mahl-mühle ist gewöhnlich sehr einfach. An einer Welle befindet sich daSWasserrad und hinten ein Kammrad, dieses greift in ein Getriebeam Mühleisen, welches in dem obern Mühlstein (Läufer) befestigetist, dieser dreht sich dadurch auf dem untern Stein (Bodenstein),und zwischen diesen Steinen wird das Getraide zermalmt und dam>das Mebl durch eine andere Vorrichtung von der Kleie abgesondert.Die Erfindung der Mühlen ist für die Menschheit eine Le>- wohlthä-tigste». Die ersten Mühten waren Handmühlen, und höchstwahr-scheinlich ° unsern Eaffeemühlen nicht unähnlich; darauf folgern dieRoßmühlen und endlich die Wassermühlen. Letztere hatten die Römerschon zu den Zeiten Augusts nach Bitruv. Öffentliche Wassermühle»kommen erst unter Honorius und Arcadius vor. Die Schiffmühle»find -;z6 von Belisarius in Rom erfunden. Die Erfindung der Wind-mühlen fällt wahrsbeinlich ins iite Jahrhundert, die der Graupen-mühlen ins i6te. Die Schneidemühlen sind eine Erfindung des igle"Jahrhunderts. Es dürften hier noch einige Worte zu erklären sey»-Dahingehört: Mühlenregal, dies vom Staate sich angemaßteRecht, .ntweder allein Mühlen zu besitzen, oder ihre Anlage zu erlan-ben oder zu verbieten. Müh lenz wang, Zwang Mühlen, Müh-len, auf welchen die Einwohner eines Orts genöthiget sind, ihr Gf-traidc zu mahlen. Mühlcnordnung, das schriftliche Verzeichn«?aller Gesetze und Vorschriften, welche das Mühlenwesen betreffe»-
Mahlmetzeist der in Naiura an den Müller abzugebendcTveii des
GetraiLes al» Lohn. Sie ist nicht aller Orten gleich hoch. In eim-