Mühlhausen Müller (Johannes von) soy
gen rändern beträgt sie den zasten, in andern den zosten und s-psienTheil. Das Staubmehl, worunter man den beim Mahlen ent.stehenden Verlust an Mehl durch Verstäuben versteht, ist in den mei-sten Ländern, um dem Betrug der Müller vorzubeugen, auch gesetzlichbestimmt, und beträgt etwa von i Pfund i Loth also den Aasten Theil.
Mühlhausen, eine ehemalige freie Reichsstadt, in einer frucht-baren Gegend Thüringens an der Unstrut gelegen. D^e Einwohner,deren Zahl über 7000 beträgt, sind lurberischer Religion; üe beschäf-tigen sich mit der Verfertigung wollener Zeuge, Wollenfärbereien,
, Lederzubereitung und dem Feldbau; mit dem erbaute» Geträide,
, Anis, Saflor, Waid, Flachs und dem daraus gesponnenen Garnj treiben sie einen bedeutenden Handel. Der Rath bestand sonst aus48 Personen, von denen alle Jahre 16 ans Rea ment kamen. DasStadtgebiet betrug H Quadratmeilen mit 21 Dörfern und etwa 8000Bewohnern. Die Einkünfte schätzte man auf 64,000 Gulden. Im I,1802 wurde die Stadt sammt ihrem Gebiet zum Gichsielde gezogenlind kam als Entschädigung an Preußen, gehörte seit 1807 zu West-, phalen und fiel nach dessen Auflösung an Preußen zurück.
Mühlheim, eine Stadt im Herzvgthum Berg, eine Stundeunterhalb Cöln, mit Z200 Einwohnern. Hier geht eine fliegendeBrücke über den Rhein. Der Ort hat sein Emporkommen grtßtentyeilSden aus Cöln Vertriebnen Protestanten zu danken. Es gibt vier be-trächtliche Wollen-, Sammt- und Seidenmanufacturen, ansevnlicheGärbereicn, Seifensiedereien und Labakfabriken. Der Spedctions-handel ist beträchtlich. Die Gegend hat Weinbau und ansehnlicheI Viehzucht.
! Mulatten heißen in beiden Indien diejenigen, welche einen! Weißen oder Europäer zum Vater und eine Schwarze oder auch Ein-
! gcborne zur Mutter haben, And umgekehrt. Die Spanier nennen
diejenigen gleichfalls Mulatten, die einen Schwarzen oder Neger zumBaker und ein indianisches Weib zur Mutter haben, und umgekehrt,ingleichen die Kinder eines Mohren oder mahomedanischen Afrika-ners aus der Barbarei und einer Spanerin, und umgekehrt.
Müller (Johannes von), ist ein Name, derben Zeitgenossennur genannt werden darf, um Achtung und Theilnahme zu erwecken,X» einer ehrhaften Bürgerfamilie wurde er den Aten Januarzu Schafhausen geboren, wo sein Vater Prediger an einerMlialkirche und Lehrer an der lateinischen Schule war. Mehr alsvon diesem redlichen, doch sonst nicht ausgezeichneten Manne gingbon dem aufgeweckten Geiste und frommen Sinne der Mutter aufMüllern über und ihr Vater, ein geschichtskundiger Geistlicher, Jo-hannes Schooz, gab ihm zuerst die Richtung auf den nachmaligenBeruf seines Lebens. Noch ehe der Knabe lesen konnte, hatt« er aus. den Gesprächen dieses freundlichen Greises, um den er am liebsten war,
! °>e Hauplbegebenheiten der Schweizergeschichte gelernt und von se ner
Amdheit an blieb ihm das Alles umfassende Wohlwollen, die heitre Welt-Mcht und leidenschaftliche Neigung zur Geschichte als ein großväter-liches Echtheit eigen. Knaben und Jünglinge seines Alters suchte erjdenlg. llnbehülflich zu Spielen und körperlichen Übungen wucce er- ^ Aine zappelnde Lebhaftigkeit, sein kurzes Gesicht und feine kleinei«rte Gestalt ein Gegenstand ihrer Scherze, während Altern und steh-er von seiner Lernbegierdc und frühzeitig regen Geisteskraft die sch.on°„^Pllffnungen faßten. Übrigens gutherzig und freundlich, gewannVieler stiebe und bildete unter dem Einflüsse einer schlichten, alter-