Münster (Sttaßblirgcr) Szr
bdvkl und Rünen, 1522 starb. Diese aber theilt sich in drei Aste!Lengelage, Äönigsbrück und Lodenburg. Aus letzterm stammt derhier genannte gegenwärtige königlich - hänndversckr Gesandte zumwiener Congreß, Ernst F iedrich Herbert. Er hat die ganze Stu-senlerter des Cioildi-nstes durchaemacht, war zuerst Kammerauditor,dann Hofrath, Kammerrath, Gebeimeraty, ferner chur-hannöver-scher Gesandter zu St. Petersburg, und zuletzt vortragender chur-fürstüchcr Minister in London» So hat er sich zu einem Vollenderten Staatsmann gebildet, uns er ist es, auf den die Stände Deutsch-lands bei der neuen Gestaltung des Vaterlandes mir vorzüglicherHoffnung blicken. Die ihm von seinem Souverän» verliehene Ehren-stelle eines Landmarsa alls des Churfürstenthunis (jetzt Königreichs)Hannover ist eine Neue Würde, indem es sonst nur Special-Mar-lchSll- gab. vlt.
Münster (Straßburger)» Der Name Münster ist aus deinlateinischen »erdorbnen Worte moussier,,im (Kloster) entstanden,und bedeutet also eigentlich den abgeschlossenen Ort, wo die Mönchezusammenleben. Ssoann ist aber auch hin und wieder den hohenCtifiskirchen oder Katbedralen dreier Name beigelegt worden, weilnämlich anfangs die Geistlichen und SlistspersoneN bei selbigen un-ter einer gewissen Regel zusammenzuleben pflegten» Vor allen be-rühmt ist das straßburger Münster, mit dem kölner Dom und einirzen andern Rieienacbäüden, welche der Nachwelt die hvchsinnige Re-ligiosität unserer Älto.rbcrn bewähren, das erhabenste Denkmal dersogenannten gothischen, richtiger, der «»deutschen Baukunst» Wenn«s nicht zu läugncn steht, daß manche die er Dome und Kirchen demgeistreichern und dabei unbefangenen Beooachter M ihrer nackten Cürloffalbeit ein düstres, fcindlicl-es Bild von dem Charakter damaligerReligiosität Machen müssen, so ist dieses doch mit dem straßburgerMünster keineswegs der Fall. Es ist ein Riesengebäude von unge-heuern Dimensionen, die beiden Thürme werden schon fern, fernhindem Wandrer sichtbar, noch lange, ehe er etwas von den übrigengottesdienstlichen Gebäuden und "Thürmen Straßburgs gewahrt, al-lein, wie Göthe sagt, hier ist die unnatürliche und sche-nbar un-wögliche Verbindung gelöst, zu dem Ungeheuern das Gefällige sichgesellen zu lassen. In dem Grundriß hat der Münster nichts be-sonders von ähnlichen Gebäuden abweichendes. Von Morgen trittman in einen Hofraum der ungefähr drei Mal so breit als tief istund von des Bischofs Wohnung und dazu gehörigen Gebäuden sowie der Geistlichen Zellen umschlossen wird. Von da stößt man aufdie Kirche selbst, in welche.drei in gleichmäßige Zwischenräume ver-theilte Eingangsthüren führen. Über der mittelsteN ist der Chor dcvGeistlichen, aus welchem wieder zwei! Loüren in das Schiff derKirche führen, zwischen ihnen ist der Preaigtstuhl,dem gegenüberan der entgegengesetzten Wand eine Thür argen Abend, in"den derKirche angebauten Raum führt, worin die Büßenden ihren Standhatten und den die Griechen Nanthea nannten. Aus diesem gehenlveiter gegen Abend wieder zwei Ausgangsthüren. Hinter denderden andern Eingangsthüren rechts und links von jener mittlernLud zwei Altäre Und von da an läuft Neben dem Schiff an derMittagsseite die Abtheilung der Kirche für die Weibspersonen, ge-SM Mitternacht die für die Mannspersonen. Aus jeder der beidenAbtheilungen führt neben dem beschriebenen Raum für die Büßen-de gegen Abend eine Thür. Über die Ausführung des Gebäudes
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