Musik
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ro,«xr Pftind angekauft wurden. Seitdem ließ die Regierung keineGelegenheit vorbei, das Museum zu bereichern; so kaufte sie dieHandschriften des Lord Oxford für io,cxzc> Pfund, die SammlungenHamiltons, die Marmor und Basreliefs Lownlcy's, und eine großeMenge kostbarer Münzen, Fossile, Mineralien, Handschriften, Bü-«her und Antiken.
Musik. Wenn wir uns von dem Wesen und der wahren Na-tur dieser Kunst «inen richtige» Begriff machen wollen, so müssenwir versuchen, ihren Ursprung in der Statur auszuforschen. Dieseswird uns dadurch «rleichtert, daß wir diese Kunst einigermaßen nochtäglich entstehen sehen, so wie wir denn auch die erste, ganz. roheBearbeitung des Gesanges durch den Geschmack gegenwärtig beiallen noch halb wilden Völkern antreffen. Die Natur scheint eineganz unmittelbare Verbindung zwischen dem Herzen und dem Gehöregestiftet zu haben. Jede Leidenschaft kündigt sich durch eigne, ihrangehörige Töne an, und eben diese Töne erwecken in dem Herze»dessen, der sie vernimmt, die nämliche leidenschaftliche Empfindung, auswelcher sie entstanden sind. Ein Angstgeschrei setzt uns in Schrecken, undfrohlockende Töne erzeugen Fröhlichkeit in une. Während die übrigenGinne nur blinde Lust und Unlust in uns zu erwecken und nur aufunsern Körper einzuwirken vermögen, zielt dasjenige, was uns dasGehör und das Gesicht überliefern, auf die Wirksamkeit unsersHerzens und Geistes ab; daher liegen in diesen beiden SinnenTriebfedern zu verständige» und sittlichen Handlungen. Von diesenbeiden edlen Sinnen hat aber das Gehör bei weitem die wirksamsteKraft, und dies ist bei weitem der tauglichste Sinn, Leidenschaft zuerwecken. Denn wer wird sagen können, daß ihm irgend eine Artvon unharmonischen oder widrigen Farben eine schmerzhafte Empfin-dung verursacht habe? Aber das Gehör kann durch unharmonischeTöne so widrig angegriffen werden, daß man jdarüber in wahreVerzweiflung gerathen möchte. Dieser Unterschied rührt ohne Zwei-stl daher, daß die Materie, wodurch die Nerven des Gehörs i»Bewegung geletzt werde», nämlich die Luft, um v'eles gröber undkörperlicher ist, als das ätherische Element des Lichts, das auf dasAuge wirkt. Daher können die Nerven des Gesichts wegen derGewalt der äußern Anreizungen, die sie bekommen, eine größereWirkung auf das ganze System aller Nervcu hervorbringen, alsbei dem Gesichte der Fall ist. Setzt man nun noch hinzu, daßvielen Fällen der in Leidenschaft versetzte Mensch sich gern imderselben zu bestärken, daß er sich zu bestreben scheint, diese Leiden-schaft immer mehr und mehr zu äußern, wie z. B. in der Freude,zuweilen auch im Zorne und duch in andern Affrcten geschieht; sowird es sehr begreiflich, wie auch die rohesten Menschen, wie sogarKinder, die noch nichts überlegen, darauf verfallen, durch, eine^nhe leidenschaftlicher Tone sich selbst in der Leidenschaft zu bestär-ke» u»d sie noch immer mehr und mehr zu entflammen. Dieses ist
freilich noch kein Gesang, aber der erste natürliche Keim dazu.Wenn zu dieser Andeutung noch einig« eben so leicht zu machendeBemerkungen und einiger Geschmack hinzukommen; so wird manbald den förmlichen Gesang entstehen sehen. Die Bemerkungen, vondenen wir hier reden, betreffen die Kraft der abgemessenen Bewe-is, oder des Rhythmus, und die sehr enge Verbindung, welcheMischen diesem und den Tönen vorhanden ist. Die abgemessene Be-wcgung, die in gleichen Zeiten gleich weit fortrückt, und ihre