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Sechster Band. M und N.
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584 Nancy Nanking ,

und gehört zu den größer» und reichern Handelsstädten der Nieder- ^lande. Die Zahl der Einwohner hat im Laufe des vorigen Jahr-hunderts bedeuiend abgenommen, und man' zählt deren jetzt nurnoch 15- bis 16,000. Es ist der Sitz eines Bisthums, welchesunrer dem' Erzbischof von Mecheln steht. Wom Jahre 171g bis1782 gehörte Namur zu den sogenannten Barriercplätzen. DieStadt ist in den Kriegen zwischen Frankreich, Deutschland undHolland verschiedene Male belagert und eingenommen worden. InHinsicht des Handels ist sie vorzüglich durch ihre Mefferfabrikenausgezeichnet.

Nancy, vormals die Haupt- und Residenzstadt der Herzoge 1von Lotbringen, jetzt die Hauptstadt des französischen Departements -Meurthe, enthält 6000 Häuser und über 28,000 Einwohner. Die >Altstadt ist schon im Jahre 1070, und die Neustadt igyi zu bauen ,angefangen worden. Die schon von Natur schöne Lage der Stadt !zur Linken der Meurthe in einer angenehmen Ebene wird noch durchdie Schönheit der Gebäude selbst erhöht, die sie vorzüglich dem Kö-nig Stamslaus (dem Schwiegervater Ludwigs XV.), welcherhier seine Residenz hatte, zu verdanken hat. Unter den öffentlichen »Plätzen ist vorzüglich la Place d'Llliance zu bemerken, welcher von ^zwei Säulen den Namen, die zum Andenken der berühmten Allianz -zwischen Frankreich und Österreich von 1756 errichtet wurden. DerHandel von Nancy erstreckt sich hauptsächlich auf Wein und Ge- !traide. Am bekannteste^ sind indessen die Lichter von Nancy, weiche 'wegen ihrer vorzüglichen Güte bis nach Rußland versendet iwerden.

Nangasaki oder Nagasacki, eine Stadt in Japan auf !der Intel Kiusju, welche auf dem Flusse Nangasaki liegt, mit ei- >nem Hafen und der von Chinetcrn und deren nächsten Nachbarnbewohnten Borstadt Jakujin. Da kein Fremder sich in der Stadtselbst aufhalten darf, so haben die Holländer, welche ehemals inriefen Gegenden viel Handel trieben, sich ebenfalls veranlaßt gr>sehn, einen eignen Wohnort auf der Insel Desima anzulegen, welcher

Schritt lang und Z2 Schritt breit ist, und durch eine steinerneBrücke mit Nangasaki verbunden wird. Nangasaki selbst liegt aufeinem unebnen Boden und hat enge und krumme Straßen.

Ränie, von Nänia, oder weiches weniger richtig ist, Nenia,bedeutet i. den Trauer- und Klaggcsang, welcher im Alterthumbei dem Begräbnisse der Verstorbenen gesungen wurde, und hat sei-nen Namen von dem Klageruf X«-, X«-- Gewöhnlich wurden dieseLerchengesänge von Weibern gesungen, welche dazu gedungen waren,und sie selbst verfertigt hatten. Da diese Lieder meistens keinengroßen Werth hatten, so wurde das Wort Ränie oft für jedes m>-gereimte Lied von Ammen und Kindern u. dergl. gebraucht; 2. bc- ^deutet Ränie die Klagegöttin, welche beim Bcgräbniß der Greise ^angerufen wurde, und deren Capelle außerhalb Rom vor dem v>- ^ininalischcn Thore stand.

Nanking, oder Kiangning-fou, die Hauptstadt der chinepschen Provinz Kiangnan, am Ausflusse des Hoang, war die alte ^Residenz der chinesischen Kaiser, ehe Peking dazu erwählt wurde, jUngeachtet ein Drittheil der Stadt in Ruinen liegt, so soll sie doch ^»och eine Million Einwohner enthalten. Die Einwohner sind wuden feinern Künsten des Luxus bekannt, und zeichnen sich durch >y"Sitten und Cultur aus. In der Nähe der Stadt befindet sich auch s