Band 
Sechster Band. M und N.
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Nassau (die Häuser) Syj?

erhielt von, Kaiser Carl IV- (im I. iz66) delr Titel eines gcfüccsteten Grafen. Johann Ludwig zu Saarb rück bekam, als ersich mit seiner zweiten Gemahlin Katharina vermählte, die halbeGrafschaft Saarwerden. Im I. 1527 starb der letzte Graf zuEuarwcrde», Johann Jacob. Der Graf Johann Lud-wig nahm nun auch die andre Hälfte der Grafschaft Saarwer-den in Anspruch, Herzog Anton von Lothringen setzte sich»der ii, ihrtn Besitz. Als nach einer rechtlichen Behandlung von«nderthalb hundert Jahre» dieser Streit noch nicht beendigt war,wurde er interimistisch dahin entschieden, daß bis zum völlig been-digten Prozesse Lothringen in dem Besitz der Örter Saar-werden, Bockenheim und Bieberswciler, dem Hause Nas-sau aber der übrige Theil der streitigen Grafschaft verbleiben solle.L. Ottoische Linie. Graf Otto von Nassau war (wiewir oben sehn) der jüngste Sohn des im I. irzz verstorbnen Gra-fen Heinrich des Reichen. Ihm steten durch die väterlicheTheilung die Herrschaften Dillenburg, Beilstein, Herbornund Siegen anheim. Die Stadt Nassau blieb der beiden Brü-der (Wairam und Otto) gemeinschaftlicher Theil. Des Letz-ter» Enkel, Graf Otto II. (Stammvater der nassau-bil-lenburgischen, demnächst nassau -katzenelnbogenschewLinie) vermählte sich mit Gräfin Adelheid von Lianda, einerTochter Gottfrieds, letzten Grafen von Wianda, der im I.IZZ7 verstarb, und bekam mit derselben die Herrschaft St. Weitim Herzogthum Luxemburg, und als deren Schwester Maria,und ihr Sohn Simon, Graf zu Span «heim, mit Tode abgin-gen, auch die gleichfalls im Luxemburgischen belegne Grafschaft Wi-'anda (oder Binnen). Jutha, des Grasen Gerhard zuDietz Tochter und Erbin, brachte ihrem Gemahle, GrafenAdolph von Nassau - Dillcn bürg, der im Jahre 1420 ver-starb, die in ver Wette rau belegne Grafschaft Dietz zu. Durcheinen seiner Nachkommen, den im I. 1441 verstorbnen Grafen En-gelbert, der sich mit Johannen, Philipps Freiherr»«on Polanen, Tochter verwählte, sielen die Herrschaften Bredaund Loch und ein Stück der Herrschaft Grimberg der Linie Nas-sau -Dillenburg anheim. Ein zweiter im I. 1504 verstorbnerGraf Engelbert traf einen Lausch mit dem Herzog Wilhelmzu Jülich, und erhielt dadurch Liest, Sichem, Steelheim,und die Vicomte (Burggrafschaft) Antwerpen. Graf Johannvon Dillenburg, Gemahl der Tochter des Landgrafen Heinrichvon Hessen, swurde wegen der Grafschaften Katzenelnbo-gen und Dietz in einen bedeutenden Rechtshandel verwickelt, dersich damit endigte, daß K atzeneln bv gen dem Hause Hessen,die Grafschaft Dietz aber dem Hause Nassau verblieb. — Hier wirdder Ort seyn, des Ursprunges des Hauses Oranien Erwähnung»u thun. Im ehemaligen französischen Gouvernement von Dau-phine lag das kleine Fürstenthum Orange (Oranien), das inder Länge vier, in der Breite drei Meilen, und dessen jährlicherErtrag (in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts) etwa 50,000Livres betrug. Einer der ältern Besitzer dieses Ländchcns (Wil-helm, ein Sohn Bertrand s des Baur) nannte sich zuerst:Aon Gottes Gnaden, Fürst von Oranien. Einer seiner Nachkom-men, Philibert von Chalon, verstarb kinderlos im I. 1531,und sezte den Grafen Renatas »on Nassau, den Sohn seiner