596 Nassau (die Häuser)
Albrechts Sohn, Ludwig 71 -, folztd dem obengedachten I»-haun Ludwig von der wisbadenschen Linie. Er hinterließdrei Söhne, Wilhelm Ludwig, Johann und Ernst Easi-mir. Dem ältesten fielen Otlweiler, Saarbrück und U sin-gen, dem mittlern Jdstein, Wisbaden und Lahr, und demjüngern Weilburg, die Herrschaft Ki rchheim, Mohrenberg(nassauischen Antheils), «in Dcitthcil der Grafschaft Saar-werden und ein Antheil an Homburg anheim. WilhelmLudwig (der ältere der obenbenannten drei Bruder) wurde Va-ter von drei Söhnen: Johann Ludwig, Graf zu Ottweilcr(geb. 1625, gest. 1690), Gustav Adolph, Graf von Saarbrück(geb. 1632, gest. 171z, ohne männliche Erben), und Wallrad,Fürst von "Nassau - Usingen (geb. 1635, gest. 1702). Dieottweileri sch; Linie erlosch mit Friedrich Ludwig, des Gra-fen Johann Ludwig Sohn, im I. 1728, so wie die saar-brückische schon fünf Jahre früher (172z) mit Carl Ludwig,(dem Sohne des Grafen Gustav Adolph) abgestorben war.Walrads Sohn, Wilhelm Heinrich, hinterließ seinemAltern Sohne Carl (geboren 1740), die nassau -saarbrück-usin zischen, so wie dem jünger» (dem Fürsten WilhelmHeinrich) die n a ssau - sa a rbrü ck'-sa a r b r ück isch e» Län-der. Beide wurden dadurch die Stammväter zweier nassaui-schen Linien, deren eine (die nassau-usingisch e) noch jetztbesteht. Die zweite (Nassau - Saarbrück) erlosch mit demam 2/sten April 1797 verstorbnen Fürsten Heinrich LudwigCarl Albert, der mit der Prinzessin von M 0 ntburrey, Mari-miliane Maria Francisca St. Ma u ricc vcrmähltwar, vonder er aber keine» Erben erhielt. Nach einem zwischen den Stif-tern dieser beiden Linien am 2Zsten December 1735 (nach andernGeschichtschreibern, aber wohl irriger Weise, im I. 1736) errichtetenThcilungsvertrage erhielt die saarbrück - usinaische allediesseit de«. Rheins bclegnen, durch Erbrecht oder sonst ihr anheim«efallnc», die saarbrück - saarbrückische alle jenseit desFliiffeS belegneo Länder. (Die nassau - saa rbrü ck - usingi-sche Linie erhielt diesem nach: Usingen, Jdstein, Wisba-dcn und Lahr; die saar brü ck - saarbrü ck-ottw-tieri-sche bekam Saarbrück, Ottweiler, Saarwerden, Her-bitzheim und Homburg, doch mit Ausschließung des wc:I!>-lo-gischen Antheils an diesen drei Landen.) Auch verpflichteten sichbeide Linien, ihren Antheil unter ihre Nachkommen nicht weiterzu theilen, sondern die Erbfolge nach dem Rechte der Erstgeburtallein gelten zu lassen, und die jeder Linie künftig anfallende»nassauischen Länder aus die Erstgebornen in selbigen zu gleichenTheilen kommen zu lassen. Bon der wallramischen Linie dürf-ten noch nachfolgende Bemerkungen nachzuholen seyn. Sie wurdespäter als die ottoische Linie zur reichsfürstlichen Würde erhe-ben, und in das Fürstencollegium des deutschen Reichs eingeführt.Aus der wallramischen Linie wurden vier Mitglieder derselbenzu Erzbischöfen und §hurfürsten zu Maynz erwählt: Ger lach im1.1346, gestorben 1371; Äd 0 lphim1.1373, gestorben 1588; I 0 hannim I. 1395, gestorben 1419; Adolph im I. 1461, gestorben I 47 L'Johann, Graf zu Nassau-Werlburg, erheirathete mit seinerGemahlin Anna im I. 136z die Grafschaft Saarbrück,