Nassau '(die Häuser) Syy
irr ältern und neuern Zeit N'cht zu vernichten,vermochten. Wil-helm (der wohl des Beinamens: der Große, würdig wäre) sielim I. 1582 (nach Andern im I. 1584) durch den Schuß einesvon den rachsüchtig«» Spaniern gcdüngnen, und vor der That.vonden Jesuiten absosvirten Meuchelmörders, Nanmis BaithrsarGerhard, gebürtig aus der Grafschaft Burgund. Er hinterließdrei Söhne: Philipp Wilhelm, Graf von Buren, der, alser im I. 15S7 zu Ldwen studicte, von den Spaniern aufgehoben,erst nach 18 Jahren (758g) wieder in Freiheit gesetzt wurde, undim I. 1610 ohne Erben verstgrb; Moritz, der seinem'Vater inder Statthalterschaft der Niederlande folgte, seine väterliche Ver-lassenschast im I. .lvoo mit der Grafschaft Mocurs vermehrte, dieihm durch ein Testament der Witwe des letzten Grafen aus demHause Ravenar vermacht wurde, und-im I. 1625 unvermähltstarb. Don einem außer der Ehe erzeugten Kinde (Ludwig) stam-men die Herren von Leck, von Odpck, und von Owerkerke ab,die mit kaiserlicher Grneymigung sich Grafen von Nassau ge-nannt haben. Wilhelms I. dritter Sohn, Friedrich Hein-rich (nach Andern Heinrich Friedrich), übernahm nach seinesBruders (Moritz) Tode die Statthalterschaft, und starb im I.1647, (nach Andern im Jahre 1644, und noch nach Andern im I.164g.) Er setzte, da er reine Söhne hatte, seine erstgebornc Toch-ter, Luise, des Churfürsten von Brandenburg, FriedrichWilhelm Gemahlin, und deren Nachkommen zu Universalerben«her Güter seines Hauses ein. In der Statthalterschaft der nun-mehr innig vereinten Niederlande folgte ihm fti» Sohn, Wil-helm II, der zwar die Freude erlebte, daß in dem im I. 1643«bgeschloßncn Frieden der König von Spanien die Holländer fürtangaaan lidero» erklärt«, dagegen aber durch innere Unruhen be-rennnert wurde, und im I. 1650 auf «ine so unerwartete Weiseaus der Welt ging, daß die Frage, ob sein Tod durch Veranstal-tungen seiner Feinde herbeigeführt sey, noch unbeantwortet ist.Acht Taxe nach seinem Hintritte gebar ihm seine hinterbliebne WitweMaria, des Königs von England, Carls I., Tochter, einenSohn, (Wilhelm III.' Die Republik Holland glaubte, daß ihreStatthalterschaft sich mehr Gewalt und Macht angemaßt habe, als>hr eingeräumt sey, vernichtete also im I. 1651 die dieserwegenausgestellte Acte, und verpflichtete sich durch einen feierlichen Eid,ste m-mals wieder einzuführen, beschloß, sich eine rein-republika-nische Verfassung zu eigen zu machen, und sich von dem HauseNassau-Lranien zu trennen, dem sie mit einem Dank verhaf-tet war, den man doch als eine Schuld ansehen konnte, die sich nie. abtrage» ließ. Kaum war dieser Entschluß zefaßr, als schon den^ vereinigten Staaten im I. 1652 von Seiten Engiands der Kriegerklärt wurde, wozu der Heringsfang die Veranlassung gab. Im<a-, 1657 eilten die Niederländer dem von den Schweden bedrängtenAorflg von Dänemark, Friedrich III-, zu Hülfe, und entsetzten' Kopenhagen. Im I. 1661 schloffen sie einen vorthsilhaftcn«rüden mir Pvrtugall ab, mit welcher Krone sie, wegen der ostin-vi.chen Handlung und des Besitze« von Brasilien, in einen Krieg, verwickelt gewesen waren. Im I. lüü-z wurden sie mit England infsve zweite Fehde verwickelt, die im I. 1.SÜ7 durch den bredaer«rüden beendigt wurde. I» eben diesem Jahr aber geriethen sie! »m de« König von Frankreich in einen bedeutenden Zwist, verbün-