Nassau (die Häuser) 6c, i
ge» und Diest erhielt, in Dillenburg reffdirte und dielerwegen' in mehrern geschichtlichen Werken bloß Graf von Dillenburggenannt worden ist. Durch drei Gemahlinnen wurde er Vater voneinundzwanzig (nach Andern dreiundzwanzig) Kindern (dreizehnTöchtern und zehn Söhnen), von denen, als er im I. 1606 starb,noch fünf Söhne vorhanden waren, von welchen, nach damaligerleidiger Sitte, seder einen Theil des väterlichen Erbes erhielt. Demältern, Wilhelm Ludwig, Statthalter von Friesland, derim I. 1720 ohne Erben verstarb, wurde» Dillenburg und Her-. born, dem zweiten, Johann dem mittlern, der im I. 1Ü23^ verstarb, Siegen mit Zubehör, dem dritten, Georg der soge-nannte Westerwald, dem vierten, Ernst Casimir, der im JiiSzr erschossen wurde, Dich und Nassau, und dem fünften, Jo-hann Ludwig, das Amt Hadamar zu Theil. Nach des älte-sten Grafen Wilhelm Ludwig Tode theilten sich seine vierBruder in seine Verlaffsnschaft, und stifteten dadurch nachfolgendevier Linien : Johann der mittlere die nassau / liege nsche,Georg die nassau-dillcnburgische, Ernst EasimirLienassau - diebische, und Johann Ludwig die nassau-ha-be Marsche. Der letztern wurde im I. 1648, den drei erstern imI. 1654 die fürstliche Würde ertheilt, -1. Nassau -siegenscheLinie. Johann der Mittlere hinterließ acht Söhne, unterwelche er fernen kleinen Staat zu theilen beschloß. Sein ältesterGehn, Johann, drang aber auf die Vorrechte der Erstgeburt,veranlaßte dadurch einen eben so langwierigen als kostspieligenMechtshandel, kaufte seinen Brüdern am Ende ihre Rechte und An-sprüche ab, verließ die Religion seines Vaters, und kehrte zumGlauben seiner ältern Vorfahren, zum Papstthum, zurück. SeinemEohn Johann Franz (Desideratus) erwarb die von ihmbefolgte Religionsveränderung seines Vaters die Gunst des spani-schen Hofes und das Gouvernement von Geldern. Mit dessenEohn Wilhelm Hyacinth, der gleichfalls dem Papstthum treublieb, wegen übler Regierung aber durch einen Ausspruch des kai-serlichen Reichshofraths und die Erecution des cölnischen Domcapi-tels (im I. 1708) sein Land zu verlassen gezwungen wurde, erloschals er im I. 174z ohne Erben «erstarb, das Haus Nassau-Sie-gen/ dessen Länder die nassau-dietzische, oder ora irischeLinie in Besitz nahm. Des Grafen Johann dritter Bruder, Jo-hann Moritz, diente den Holländern von den Jahren istgü bis.1644 in Brasilren, wodurch er den Beinamen America nuserhielt. Er starb als brandenburgischer Statthalter im Clevi-schen und W'estphälischen im I. 1679 ohne Erben und miti Hinterlassung eines Testaments, das abermals zu RechtshändelnVeranlassung gab. Fünf Prinzen dieses nunmehr gefürsteten Hau-- « starben ohne eine männliche Nachkommenschaft. Eine, durch des
i Grafen Johann IV- (der reformirten Religion treu gebliebne-i)« Bruder, den Grafen Heinrich, fortgepflanzte nassau - sregen-j sche Nebenlinie erlpsch, als dessen Urenkel, Fürst Friedrich Wil-> delm, im 3 - 1734 crblos verstarb, s. Nassau-dillenburgi-sch e Linie. Der Enkel des Stifters dieses Hauses (des Grase», Georg), der Fürst Georg Ludwig setzte die dillenburgi-iche Linie fort. Dessen Bruder Adolph stiftete eine nassau-l billen bürg - schäum b u rg i sche Nebenlinie. Die erstere erlosch! dem Fürsten Christian, der du I. 1739 verstarb, so wie die