Band 
Sechster Band. M und N.
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Aaturgkfttzc

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findet sich vorzüglich über alle Theile der Erde jene merkwürdigeNkclyettung der-Thiere und Pflanzen, vermöge weicher keiner ohnedie nothwendigst: Nahrung für den Menschen erscheint, den in dennördlichsten Gegenden der Erde zahllose Heerden von WaffervLgelnund Fischen irrt Fleisch, Liliengewächse mit ihren mehlichten Zwie-beln versorgen, und für dessen Bequemlichkeit selbst in jenen Lan-dern durch den treuen Hund und da« Rennthier, so wie in denbandwüsten der he tzen Welt durch des ganz für diese Gegendengemachte Ki-meel gesorgt ist. Für jene höhere Ordnung sprechenauch besonders Beobachtungen der Art, wie die von Steiler, nachweichen z. B. in Kamtschatka, wo die vorzüglichste Nahrung einigerKüstcngegenden in Fischen und den Zwiebeln eines Lilicngewächsesbcstei-r, die letzter» allezeit in den Jahren in vorzüglicher Mengegedeihen, in denen di« Ausbeute des Fischfangs geringer ist, undumgekehrt, weniger gut gerathen, wenn da« Jahr in Hinsicht aufFischfang sehr reich ist; so daß jedes Jahr auf feine eigne Weise fürd.e Ernährung jener Küstenbewohner sorgt. Selbst in der Ver-thciiung der schädlichen und giftigen Thiere lind andrer Naturpla-gen für den Menschen erkennt man jene Polizciordiiung einer hö-hern Art, nach welcher jene Plagen nur in solchen'Ländern am häu-figsten sind, worin die Natur den Mensche» auf andre Weise,durch eine Fälle von Genüssen und Bequemlichkeiten entschädigt.En, Ltreben nach Gleichgewicht, das sich, nach altern Beobachtun-gen, auch darin zeigte, daß nach gewissen allgemein verheerendenPesikrai-kheiten eine desto größere Fruchtbarkeit eintrat, so daß dieenrstandne Minderzahl des "Menschengeschlechts bald wieder ausge-füllt murre. Auch die größere Fruchtbarkeit, größere Körpermaff«und zum Theil längre Lebensdauer der pflanzenfressenden Thierei« Vergleich mit den minder zahlreichern, kleinern, kürzer leben-den fleischfressenden gehört hieher. — Naturgesetze einer andern Art,denen zum Theil »och eine weitere Begründung und innre Verbin-dung mit einander bevorzustehen scheint, find das camperische, nachwelchem der untere und vordere Theil des thierische» uns mensch-lichen Gesichts in Beziehung auf Stirn und Schädel desto mehrzurücktritt, je vollksmmner organisirt und geistvoller die WesenUnd; das sömmerringische, nach welchem das Gehirn im Verhält-niß zur Masse und Dicke des Rückenmarks und der Nerven anGröße und Masse um so bedeutender ist, je vsllkommner organisirtdie Thiere sind; das gallische, nach welchem der äußre Gebörgangbei pflanzenfressenden Thieren hinter, bei fleischfressenden vor jenerMlltenlinic liegt, durch welche man den Hirnschädel der Länge nachm zwei gleiche Theile theilen kann, und noch mehrere andre, dieb>t jetzt zum Theil noch zu sehr isolirt stehn. Im Einzelnen lassensich an jedem einzelnen organischen Wesen seine eignen Gesetze, nachWelchen ihn gerade diese Nahrung, dieses Maß derselben, diesesVerhältniß zur übrigen Natur angewiesen ist, nachweisen. DieWanderungen, gesellschaftlichen Vereine, natürlichen Feindschaften,Aunstfertigkeiten und ihre Ausübung stehen vornehmlich unter je-nen ssiesetzen. Außer jenen alle» gibt es nun auch noch eine höhereArt von Naturgesetzen, welche eigentlich schon'in das Gebiet der.gei-lhgen Narur herüber gehören, z. B. jenes, daß die sinnliche Liebe,Änliche Wollust im ganzen Thierreich, und selbst noch beim Meir-ichen in genauster Verwandtschaft mit Blutdurst und Grausamkeitliehen; daß die. wollüstigsten Völker und Individuen zugleich die