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heben wollte, weil er das Werk eines seyn sollenden Naturphilosc,phen nur in einer Note zu einer seiner Schriften angeführt hatte.Wenn Napoleon alles, was Naturphilosophie hieß, im höchsten Gradehaßte, und ihr zu Gefallen die gesunden deutschen Gelehrten n chtleiden konnte, so war dieses gerade nicht zu bewundern, sondern eswar nur «in neuer Beweis dafür, daß der Mann einen feinen Ge-ruch für Alles hatte, was antinapoleonisch war, oder den Keimd.sAntinapoleonismus in sich enthielt; verwundern muß man sich aberallerdings darüber, daß so viele gutgesinnte Zeitgenosse» ein allge-meines unverständiges Urtheil nachsprechen, und einen edeln, aufso Viele wohlthätig wirkenden Deutschen verkennen konnten. Allerdingsmußte sich die Naturphilosophie im Anfang ihres Entstehens durchalle die Schwierigkeiten und Verworrenheiten hindurcharl kittn,welche die damalige Zeitansicht allen ihren wissenschaftliche» Bestre-bungen aufdrückte. Viele Bcurthciler haben sich einseitig nur audie erste Form ihres Erscheinens gehalten, und doch, welqer Schrillwar auch schon von der damaligen neueste» Modephilosophie zurschellingischen, die mit jugendlichem guten Willen Alles zu umfassensuchte, was der Mensch Gutes und Großes und Wissenswürdigeskennt, und die schon in ihren ersten Bestrebungen von einem abso-luten und ewigen Erkennen, von Gott, ausging. Wer zuweilenin den Vortrügen Schellings sich a» jener ernsten, moralischenWendung erfreut hat, welche er so oft seinem Vortrage gab, derwird, wo auch nicht immer den ganzen Sinn der philosophischenDeduktionen, doch die eigentliche Gesinnung, die eigentliche steteAbsicht des Mannes verstanden haben! Von dieser, welch« dieselbeist wie die aller bessern Naturphilsscphcn, nicht gerade von demganzen Inhalt der schellingschen Schriften, kann hier die Rede seyn,unter denen man vor allen Dingen die neuesten zuerst lesen muß,weil sie in Hinsicht auf Sprache die wenigste Schwierigkeit machen,und auch am vollständigsten den eigentliche» und wesentlichsten In-halt der Naturphilosophie aussprechen. Dahin gehört vorzüglichder Aufsatz über Freiheit und Nothwendigkeit in Schellings. neustenSchriften. Übrigens ist nicht das das Wichtigste, was die Natur-philosophie anfangs, da sie ihren Name» erhielt, war, sonderndes,wozu sie Schritt vor Schritt sich erhooen, und wozu sie ihre besse-ren Anhänger vo rber eitel hat; eine Thatsache, über welche esjetzt weder schon Zeit, noch hier der Ort ist, weitlauftiger zu reden.Schriftsteller, welche man unter die Naturphilosophen gerechnethat, und welche wir auch, so wie das Publikum gethan hat, hierzusammenstellen wollen, sind: Schelling, Fr. v. Laader, Steffens,Kielmcier, Oken, (I. A.) Kanne, Windischmann, Görres, 2- «l.Wagner, Krause, Troxler, Schubert u. A. m. Ls-
Naturrecht ist die Wissenschaft, welche die Idee des Recht-oder des von der Vernunft gebotenen rechtlichen Verhältnisses unterden Menschen, abgesehen von den im Staate geltenden Rechtenentwickelt. Sie ist also eine Vernunftwiffcnschaft, oder cme plntt-sophische Wissenschaft, und weil sie sich auf das bezieht, was Lau-schen durch Handeln bewirken solle», ein Theil der praktischenPhilosophie. Schicklicher wird sie Rechtsphilosophie, oder pt'-lvb*phische Rechtslehre genannt. Der obige Name aber schreibt sich v " >
einer irrigen Vorstellung her, welche beim Entstehen dieser Wüst»-schaft und lange nachher noch herrschend war. Man glgvhte näm-lich, um das,"was an sich Recht sey (das Wesen des .Rechts) «