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Sechster Band. M und N.
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640 Necker (Jacques)

sich in die Schweiz, wo er die Baronie Copet kaufte «nd sein Werküber die Lckiaiiniotrscinu >is» Illianoos, z Bände 8., herausgab.Diejenigen, die schon mit seinem Lampr« roucku unzufrieden gewe-sen waren, erbitterte er durch dieses Werk noch mehr. Sie schilder-ten ihn als einen Ehrgeizigen, der die allgemeine Aufmerksamkeitauf sich ziehen wollte, der die Bolksgunst durch Geständnisse erkaufte,der die Grundlagen der Monarchie durch Enthüllung der Regicrungs-geheimniffe verriethe, und der, die Rolle eines Rathes des Fürstenmit der Rolle eines Tribunen vertauschend, von dem Monarchen andas Volk zu appelliren schien. Calonne's Fehler und Freigebigkeitvermebrlen Steckers Ruf. Dieser kehrte 1787 nach Frankreich zurück,und schrieb gegen Calonne, der ihn als den Urheber des Deficits an, .geklagt hatte, und wurde in Folge dieses Streits exilirt. Als im Z. l1788 die Gährung, die sich gegen Brienne offenbarte, den Hof in jSchrecken setzte, wurde Stecker als Generalcontroleur zurückberufen,ober, mutbig gemacht durch die Stimme des Volks, willigte er nurunter der Bedingung ein, nicht mit dem Premierminister arbeiten zudürfen. In der Meinung, Alle dadurch zu beherrschen, ließ er denKönig eine Vermehrung seiner Macht und das Volk eine nahe Demo-kratie hoffen. Der Bericht, den er am 27stcn December 1788 überdie Zusammenberufung der Gsneralstände abstattete, kann als dererste Funke betrachtet werden, der den schon lange vorbereiteten Brenn-stoff entzündete. Man darf indeß nicht glauben, daß Necker einenbestimmten Plan hatte; er schweifte unaufhörlich von Entwurfzu Ent-wurf, und.sonderbar muß es scheinen, daß er, der aus Jnstinct undWorurtheil die höhern Stände zu demüthigen strebte, nicht minderfest an der Idee hing, den Monarchen zu beherrschen. Alle seineSchriften sind mit Stellen angefüllt, in denen sich diese Neigung, zumDespotismus offenbart. Im Z. 178g warf man ihm vor, zur Hun-gersnoth beigetragen zu haben, indem er ungegründete Besorgnissean den Tag legte. Seine Feinde behaupteten, das von den Zy Mil-lionen, für die er Getraide aufgekauft habe, 28 Millionen aus demVerkauf dieses Getraides wieder eingekommen waren, und daß erdarüber nicht Rechnung abgelegt; ja man ging so weit zu behaupten,daß er sie für seine ehrgeizWcn Absichten angewendet habe. Am gtenMai hielt er bei Eröffnung der Generalständeversammlung eine langeRede, und legte darin einen Plan für die Arbeiten dieser Gesellschaftvor, die er nach seiner Willkür leiten zu können hoffte. Den utenJuli, als die Regierung Maßregeln gegen die Factionen nehmen zu .

müssen glaubte, wurde Necker "entlassen, der sich entschieden gegen >

diese Maßregeln erklärt hatte. Er bekam den Befehl, in vierund- ^

zwanzig Stunden das Königreich zu verlassen, und gehorchte äugen- ^

blicklich. Kaum aber wurde seine Entfernung bekannt, als ganz Pa-ris in Flammen stand. Die Erstürmung der Bastille erfolgte, undes zeigten sich solche Symptome von BolkSwuth, daß der König sichgenöthigt sah, ihn auf der Stelle zurückzuberufen. Necker empfingdie Einladung in Basel, und beschloß ihr zu .folgen. Seine Reuebis Paris glich einem Triumpbzug. Sein erstes Geschäft war, sei-nen Einfluß zur Stillung der Unruhen des wilden Pöbels anzuwen-den, und Sicherheit der Person und des Eigenthums wieder herzu-stellen. Aber seine Gunst beim Wolke hatte jetzt eine Höhe erreicht,von der sie nothwendig schnell herabsinken mußte. Als Finaiizinlnl»ster mußte er Mittel vorschlagen, die der Menge nicht gefallen konnten.Seine gemäßigten Meinungen über Staatsverwaltung hielten mir den ^