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gefährlich fand. Unwillig rief der Capital»: „Habe ich denn kei-nen Offizier, der die Prise besteigt?" — Der Schiffsme-sier wollteinS Boot springen, als Netto» ihn mit der Äußerung zurückhielt, dieReihe sey an ihm. Seine Geschicklichkeit überwand alle Schwierig-keit. Er erhielt darauf das Kommando des zu der Fregatte gehö-rigen Schoners. Im I. 1773 nahm Sir Peter Parker, der ibnschätzte und liebte, als dritten Lieutenant an Bord seines eignenFlaggenschissS, und machte ihn in kurzer Zeit zum ersten Lieutenant.Noch vor Ablauf des Jahrs gab er ihm das Kommando der bewaff-neten Brigg Badger, mit welcher er zur Bcschützung der HonduraiDay und der Mosquitoküste kreuzte. Im I. 1779 wurde NettenPöflcapitain, und erhielt bald darauf den Befehl des Hinchinbioke.Die Unternehmung gegen die spanischen Besitzungen in Süd-Amerika,welche im I. 1780 von Jamaica ausging, gab Nelson die erste Ge-legenheit, jenen kriegerischen Muth zu zeigen; aber er würde, wiealle seine tapfern Gefährten, eine Beute des untkr diesem Himmel-strich gewöhnlichen Fiebers geworden seyn, wenn er nicht poch Ja-maica wäre berufen worden, um daselbst das Kommando des Ja-nus von 44 Kanonen zu 'übernehmen. Seine geschwächte Gesund-heit nöthigte ihn bald zur Niederlegung dieses Commando's, umnach England zurückzukehren. Im Winter 1781 kreuzte er in derNordsee, iscgelte den nächsten Frühling nach Öuebek und kreuzteden Sommer vor Boston. Bei Annäherung des Winters wurde ernach Neu-Pork beordert, von wo er zu Lord Hood in Westindicnstieß. Nichts Merkwürdiges begegnete ihm bis zum Frieden 17SZ.Im März 1734 mzirde er zum Befehl der Fregatte Boreas berufen,die als Kreuzer unter dem Oberbefehl von Sir Edward Hughesnach den Inseln unter dem Winde bestimmt war. Die Strenge,mit der er die Ravigationsacte in Anwendung brachte, verwickelteihn in einen Prozeß auf Schadenersatz, in welchem er aber losgespro-chen wurde. Im I. 1787 verheirathete er sich zu Nevis mit einerWcstindierin, der Witwe des Doctors Nesbit, und kam noch indemselben Jahre nach England zurück. Hier führte er zu Norfolk einhäusliches und zurückgezognes Leben, bis der 179z gegen FrankreichauSgebrochne Krieg ihn wieder auf den Schauplatz rief. Er bekamdas Kommando des Norfolk von 64 Kanonen. Man führt, umseine Sinnesart zu bezeichnen, an, daß er dem Sohn eines Freun-des, den er als Midshipman mit sich nahm, damals folgende Er-mahnungen gab: „Drei Dinge mußt du beständig im Sinne ha-ben: erstlich mußt du stets blindlings den Befehlen gehorchen, ohneeine eigne Meinung über ihre Zweckmäßigkeit haben zu wollen;zweitens mußt du jedermann als deinen Feind ansetzn, der schlechtyon deinem König spricht; drittens mußt du jeden Franzosen ebenso sehr Haffen als den Teufel." Er segelte nach dem mittelländi-schen Meere unter dem Befehle des Lords-Hood, von dem er in>August 179g mit Aufträgen an Sir W. Hamütou nach Neapel ge-schickt wurde. Hier schloß er mit diesem !und der Gemahlin dessel-ben jene vertraute Freundschaft, die in der Geschichte seines Pri-vatlebens von großer Wichtigkeit ist. Nachdem er einige neapoli-tanischh Truppen nach Loulon geführt hatte, ging er nach Corstca,wo er zur Einnahme von Bastia und Kalvi thätig mitwirkte. Borletzterm Orte hatte er das Unglück, ein Auge zu verlieren. Nach LordHöodD Rückkehr nach England, fuhr Eapitain Nelson fort, im mit-telländischen Meere unter dessen Nachfolger, Lord Hotham, zu die-