Nelson 647
, z>> den empörendsten und widerlichsten Handlungen verleitet wurden.
, So rissen sie halbverbrannte Menschen vom Scheiterhaufen, begru-, den andre lebendig, schnitten unzeitige Früchte aus dem Mutter-e leide u. dergl. Oft schlachtete man Menschen, um ihre Geister,t rech ehe sie zur Unterwelt hinabeilen könnten, zu befragen. In sofern die hervorgerufenen Schotten (und dieses war die alte und ge-z «Lhnliche Sitte) sich dem Beschwörer wirklich zeigten, nannte mandie Nekromanrie auch vx<»,u.«rirk.'« und , d. h. Wahr-
sagen der Schatten (ax'«.) oder abgeschwollen SeelenErst zur Zech des gänzlichen Verfalls d-e Heiden-Hums begnügteg ! man sich zuweilen mit'derjenigen Art der Nekroniontie, bei'der,, ! man bloß die Stimme des Abgcchiednen aus dem Grabe hervortd-nen hö.te.
^ Nelson (Horatio), Lord Viscount, einer der tapfersten undsiegreichste» Geehelden in den briltischen Annalen, war der fünftez Sohn des Pfarrers Edmund Nelson von Burnham - Thorpe in der
„ Grafschaft Norfolk, und daselbst im September 1758 geboren. Sein
^ ! Schulunterricht, den er zu Norwich und North Walsham empfing,h I wurde schon in seinem i2tcn Jahre unterbrochen, indem sein Oheimz I Suckling, Capitain des Raisonable von t>4 Kanonen, ihn als Mid-shlpnran an Bord nahm. Dieses Schiff wurde in Folge des Streitsz mit Spanien über die Falklandsinseln mit ausgerüstet, und wic->, wobl dieser Zwist bald beigelegt wurde, so gewann doch Nelson ine d»r kurzen Ze-r eine entschiedne Borliebe für das Seeleben. Sein1,. Lbcim gab ihn daher zu dem Capitain eines Westindienfahrers, dereben in See gehn wollte. Mit ihm machte der Jüngling seine ersteSeereise, von der er 1772, mit mancher Kenntniß bereichert, zn-^ rückkehite. Bald darauf »ahm Capitain Suckling ihn an Bord sei-e Ncs Schiffs, r!,e l'rirrmplr, welches damals zu Chrtham lag. Hiera ^ war sei» Hauptgeschäft, den Cutter in den Canal der Themie zun führen. Die im I. 177z ausgerüstete Erpecuisn, um möglichstz weit gegen den Nordpol vorzudringen, wirkte so mächtig auf denß unternehmenden Geist des jungen Nelson, daß er seinen ganzen
>, ^ Einfluß bei dem Capital» Lutwidge, einem der Befehlshaber, an-
wandte, um sein Cockswain fFührer des Beischiffs- zu werden. Diesr gelang ihm, und er ging in demselben Sommer mit der Expeditionn °b, deren Resultat« der Welt bekannt sind. Als Nelson von dieser
, Reise zurückgekommen war, verschaffte ihm sei» Oheim eine Sra-
, tion unrer Capitain Farmer, der ein Schiff in dem unter Sir, Edward Hughes Beseht »ach Ostindien bestimmten Geschwaderführte. Er segelt« dahin; da aber das Elima nachteilig auf secnez Gesundheit wirkte, fand man es nöthig, ihn nach England zurück-gehn zu lasten, wo er 1776 ankam. Wiewohl er damals erst acht-, itt-n Jahr alt war, so hatte er doch schon bedeutende Erfahrungen, zur See gemacht, und wlzzde im September desselben Jahrs aus-gewählt, als Lieutenant an Bor« oeS Worcester von 64 Kano-, nen zu dienen, mit der Bestimmung nach dem mittelländischen, Meere. Nelson blieb bis zum April 1777 in See; bald daranf be», I stand er die Prüfung zur Lieutenantstelle und wurde sogleich als- i zweiter Lieutenant auf dem Lowestoffe von Z2 Kanonen angestellt., ^ Dieses Schiff kreuzte vor Jamaica, und zwang, bei einem heftigen, Sturme, einen Amerikaner, die Segel zu streichen. Der erste Lieu-tenant, der an Bord des eroberten Schiffs gehen sollte, kam un-> »errichteter Sache zurück, da «r bei der hochgehenden See eS zu