Band 
Sechster Band. M und N.
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652 Nelson

gränzt, als seine Anhänglichkeit an den neapolitanischen Hof. Alsd.wcr ba>i> nach der Umschaffung des Königreichs Neapel in diepcnthenopLischeRepublik eineGegcnrevolution sich vorbereitete, wirkteNelson kräftig mit, und beorderte den Capital» Lrowbridge, inder Ban von Neapel zu kreuzen, und die umliegenden kleinen In-seln wegzunehmen. Am 2-jsten Juni 17YY erschien Nelson selbst inder Bay, vernichtete Leu von dem Cardinal Ruffo und dem Como-dvee Zvote mit den Republikanern eingegangnen Waffenstillstand,zwang die Forts zur Übergabe, und ließ mehrere Neapolitaner alsRebellen gegen ihren König hinrichten: ein Benehmen, das mitRecht getadelt worden ist, wie überhaupt Nelson in Palermo undReavel unter einem für seinen Ruhm nicht günstigen Ginfluß ge-st: reen zu haben scheint. Nachdem Lord Keith das Commando immittelländischen Meere erhalten hatte, reis'te Nelson über Trieftdurch Deutschland, schiffte sich zu Curhafen ein und kam nach einerdreijährigen Abwesenheit den ölen November 1800 zu Aarmouth an.-Allenthalben wurde et m>t ausgezeichneten Ehren aufgenommen.In den ersten Tagen des I. 1801 wurde er Vicegdmiral der blauenflagge, und bald wehte die seine vom Sän Josef von 112 Kano-nen, den er selbst erobert hatte. Das englische Cabinet beschloßdamals, um die nordische Secconföderation zu trennen, eine großeFl.otte unter Sir Hyde Parker in die Nordsee zu schicken; Relwnwilligte ein, als der zweite im Commando der Unternehmung bei-zuwohnen. Er pflanzte seine Flagge auf den St. Georg von g 8Kanonen auf. Die Flotte passirte ohne Verlust den Sund und kamvor dem Hafen von Copenhagen an, der von iy Linien - und Block-schiffen und ausgedehnten Batterien gedeckt wu^de. Nelson erhieltden Befehl mit 12 Linienschiffen und mehrern Fregatten einen An-griff zu machen. Nach einem fünfstündigen Gefecht, in welchembeide Theile an Heldenmuth wetteiferten, war die ganze Linie derdänischen Schiffe ge'chlagen. Nur die Kronbatterren und die Schiffeam Eingang des Hafens waren noch unversehrt; aber auch denEngländern waren zwei Schiffe gestrandet, und mehrern drohte die-selbe Gefahr. In diesem kritischen Augenblick saubre Nelson eine»Parlamentär ab mit dem Anerbieten, den Kampf einzustellen, umgütliche Verhandlung zu pflegen, sonst müsse er die genommenen Bat-terien :n Brand stecken,, ebne die tapfern Vertheidiger derselbenretten zu können. Der Vorschlag ward angenommen; Nelson kam«11s Land, besprach sich mit dem Kronprinzen, und fehle die Präli-minarien zu einem Vergleich fest, der den Streit beilegte. Nach-dem er auch mit Schweden und Rußland sich verständigt hatte,kehrte er nach England zurück. Seine großen Dienste bei dieser Un-ternehmung wurden durch die Erhebung zur Wurde eines Discountbelohnt. — Als bald darauf die Rüstungen auf der französischenKüste in England Besorgnisse wegen einer feindlichen Landung er-weckten.', wurde Nelson zum Oberbefehlshaber eines zwischen Orford-ncß und Beachy Head stationirten Geschwaders und der dazu gehö-rigen Flotille von Kanonenböte» u. s. w. ernannt. Er beschloß, diefranzösischen Fahrzeuge vor Boulogne anzugreifen; aber dies Unter-nehmen, das er den löten August i 8 or ausführte, mißlang. DerFriede von Amicns gewährte ihm eine kurze Ruhe. AIs die Feind-seliakeü'en aufs neue begannen, trat Lord Nelson wieder in Thä-tigkeit, und übernahm das Coipmando im mittelländischen Meere.Im Moi tgoz segelte er mit seinem Flaggenjchiff, dem Bictory,