Band 
Sechster Band. M und N.
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Nemeische Spiele 6-li

nach Gibraltar. Sein Hauptaugenmerk mußten die Bewegungender touloner Flotte seyn; aber er verschmähte eine eng» Blockade,um dem Fenid zum Auslaufen Gelegenheit zu geben. Sein Wunsch«lüde endlich im März e8»g erfüllt. Der französische Admiral ver-ließ, ohne bemerkt zu werden, mit der ganze» Flotte Loulcn, ver-einigte sich mit ttnem spanischen Geschwader vor Cadrx, uno segeltenach Westindien. Sobald Nelson davon untern--let war, ritte erch:u nach, durchflog mit bewundernswürdiger Schneltigke-t den «>;-lentischen Ocean, fand jedoch den Feind nicht, der auf die Kiinsrevon seiner Annäherung unverrichteter Sache den Llückweg augetre-len hatte. Nelson ging nach England zu-ück, wo er erfuhr, e aßdie feindliche Flotte nach einem unbedeutenden Geischle n.ir demAdmiral Calder wieder in Cadir eingelaufen sey. Im Septemberstieß Nelson mit dem Bictory zu Collrngwood vor Cadir und «ver-nahm das Oberkommando. Endlich den ryten Dekoder lies dirfranzösisch-spanische Flotte von ncuem aus; sie segelte, von Nel-son mit siedenundzwanzig Linienschiffen verfolgt, am 2 c>sten, drei--unddreißig Linienschiffe stark, die Straße von Gib altar vo-bei.Am 2 isten früh um y Uhr hatten beide Flotten bei dem Vorgebirge!T-afalgar sich auf Schußweite genähert. Die größte Seeschlacht der-neuern Zeit erfolgte, und endigte mit der gänzlichen Niederlage!der Spanier und Franzosen. (S. Trafalgar, Schlackt bei.) Niewurde ein größerer und vollständigerer Sieg zur See er-ochten.Ader als der bereits für die Engländer entschiedene ^Kampf noch amlebhaftesten entbrannte, traf ein unglücklicher Masketenichuß ausdem Mastkorbe des feindlichen Schiffs, mit welchem das englischeArmiralschiff engagirt war, Nelson in die Schulter, drane,durch die Lunge, und zerschmetterte das Rückgrat!,. Mit Ruhe hörteer von dem Wundarzt, daß keine Rettung möglich sey. Noch er-kundigte er sich angelegentlich, wie die Schlacht stehe, lächelte, «ISes ipernschm, daß schon zwölf feindliche Schiffe gestrichen hätten,und verschied als ein christlicher Held in freudiger Hoffnung, einzigbedauernd, daß ihm nicht vergönnt sey, die englische Flotte noch inSicherheit zu bringen. Der Leichnam des gefeierten Helden, wurdeiu der St. Paulsk'.rche mit dem seinen hohen Verdiensten ange-Mißnen Gepränge bestattet. Sieben Prinzen von Geblüt waren indem Gefolge. Das dankbare Vaterland ertheilte den Verwandtendes Verstorbnen Ehrenzeichen und Belohnungen. Der Lordstitelgrvg auf seinen Bruder über.

Nemeische Spiele. Die nemeischen Spiels, welche mit denolympischen, pythischen und isthmifche« zu einem Vereinigungs-punkre von Griechenland dienten, hatten ihren-Namen von dem klei-nen Ort, wo sie gefeiert wurden, Nemea (jetzt Nemeo) im Lrgolis,einer Landschaft des Peloponnesl Ihre Entstehung hatten sie nachder Sage in Leichenspwlen, die zu Ehren des in seiner frühen Ju-ßcnd von einen Drachen getödteten OphelteS, welcher nachher Lrche-«rorus hieß, und ein Sohn des Lykurgus und der Eurydicc war,Schalten wurden. Leichenspiele am Grabe berühmter Männer «dergeliebter Personen waren bekanntlich im Alterthume gewöhnlichgenug. Die des Opheltes hätte», wenn jene Sage von der Entste-hung der nemeischen Spiele gegründet ist, nur das eigenthümliche,«aß sie auch in der Folge von Zeit zu Zeit, und zwar alle drei3ah.e, erneuert wurdey. Nach einer andern Sage hingegen waren»ie «emeischen Spiele »om Hercut«« nach Besiegung des nemeische»