Band 
Sechster Band. M und N.
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68c> Newcastle Newton j

len, von seinem Entstehen an gerechnet, in den kronstädtiichen Meer, Z

bnsen. Er ist ungefähr 200 Faden breit und 2 Faden tief, und L

kann folglich große Schiffe tragen, die daher auch oft auf der Werft! z>

von Petersburg erbaut werden. Man rühmt das Wasser dieses Flus, «,

ses wegen seiner Klarheft und Leichtigkeit, weßhalb es in Peters, z>

bürg selbst zum Trinken und zur Bereitung der Speisen gebraucht I«

wird. Dieser Fluß ist in Petersburg mit herrlichen Brücken geziert, 1

denen der Eisgang, welcher gewöhnlich erst im April eintritt, oft l

sehr gelahrlich wird. h

Newcastle. Es gibt in England sowohl als in Nordamcrik n

mehrere Örter dieses Namens, welcher eigentlich so viel als Neu- g

schloß bedeutet. Dre merkwürdigste Stadt von diesem Namen iß L

das Newcastle, welches am Fluß Tyne in England gelegen, die «

Hauptstadt von Ncwrhnmbcrland .ist. Man zählte im I. rzoa i» s

ibr und dem auf der andern Seite des Flusses gegenüber liegend« «Flecken Gaseshead über Z0,ooc> Einwohner. Was diese Stadt am zberühmtesten macht, ist der außerordentlich starke Sternkohlenhandel, »welcher von hier aus nach andern Theilen von England, und beioo- §

ders nach London, wo die Consumtion der Steinkohlen wegen Mau, k

gels an Holz bekanntlich ungeheuer ist, getrieben wird. Die Stein- t

koblenschiffc sind die erste.Bildunasschule der jungen englischen Ma» s

trosen, welche von ihnen zu Kauffahrteischiffen ,,„v erst später dann ?

zu Kriegsschiffen übergehn. Die Stadt schickt 2 Deputirte zum Po» I

lament. In ihrer Nähe befinden sich bedeutende Eisenbergwerke. ,Rewgate, das große Gefängnißhaus in London, und zwei )

im eigentlichen London oder der City, ist berühmt wegen der Menge s

der Gefangnen, die es fassen kann, und wegen der bewundernswür- >

diqen Ordnung, welche daselbst herrscht. Der Platz vor demselbr», r

auf welchem die Verbrecher gehängt werden, führt denselben Name». l

Newmarket, ein Flecken, der eigentlich nur in einer einzi- >

gen langen Gaffe besteht, von welcher her nördliche Theil zur Graf- t

schüfe Suffolk, der südliche aber zu Cambridgeshire gehört, liegt >

ungefähr gg englische Meilen von London.und ist vorzüglich berühmt j

wegen der Pferdewettrcnnen —. der bekannten Liebhaberei der rei- l

chcn Engländer —welche hier oft unter einem großen Zusammenfluß 1

von Menschen gehalten und bei denen die größten Summen in Wck- t

ftcn verloren und gewonnen werden. Hier gibt es eigne Ställe, m« 1

«ine große Anzahl der feinsten und muntersten Renn- und Jagd- , lPferde gezogen und zugeritten wird. Die Zahl der Einwohner b» <

kauft sich auf 500. >

Newton (Jscrak), einer .der originellsten und tiefdenkendste» !

Philosophen und Mathematiker, cdie jemals ae'ebt haben, wurde I

den 2-zsten December 1642-FU Walstrope in Linkolnsbire gebore». !

Er verlor sehr früh seinen Barer, allein seine Mutter, ungeachtet ^

'sie sich zum zweiten Male verheirathete, ersetzte ihm diesen Verlust a

durch die Sorcftalt, die sie seiner Erziehung widmete. Im zwölfte»Jahre seines Alters bezog er die Schule zu Granlham. Schon Mzeigte er einen großen Hang zu philosophischen und mathematischen Ge>genstanden. Wenige Jahre nachher wurde' er zu seiner Mutter z»>rückberufcn, um ihr zur Gesellschaft zu dienen und dem Hauswen»vorstehen zu lernen. Allein da hier seine Neigung zu dc» Studie»noch stärker hervorbrach, erhielt er die Erlaubniß, im I. 16Ü0 nachCamb-i'-ge zu gehen. Euklid war ihm schon zu leicht. Er beschäl'ttgte sich h-er vorzüglich mit Kcplers und Descartes Werken. 3 "