Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
681
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Newton 6gr

Z.-1M4 erfand er die. Rechnung der unendlichen Größen und wurdeKaccalaureus. Die genauere Bcobacktung des Prisma fübrte ihnzu einer neuen Lbeorie des Lichts. Im I. 1665 nötbigle >hn eineepidemische Krankheit, Cambridge zu verlassend Während eines kur-zen Aufenthalts auf dem Lande veranlaßte ihn der Anblick eines fal-lenden Apfels, über die Gesetze der Schwere nachzudenken. Im I»lüüy ward er an 1 ). BarrowS Stelle Professor der Mathematik zuLambridge. Hier hatte er dre nöthige Mute, den höher» Untersu-chungen über die philosophischen und matbemat sehen Gegenstände,mit denen er sich beschäftigte, diejenige Reife und Vollendung zugeben, d>e sie einem voreiligen Tadel entzog, den einige seinerÄußerungen darüber schon erfabren hatten. Im Jahr iSgg sandteer der königlichen Akademie der Wissenschaften zu London sein neuer»fundnes Spiegelteleskop zu. Im Winter von 1676 und 1Ü77 ent-wickelte er zuerst vollständig seine Untersuchungen über die Ceutri»pitalkraft, Untersuchungen die, ihm durch das Studium Kegler«und die Entdeckungen dieses Astronomen in Hinsicht der elliptischenBahn der Planeten um die Sonne sehr erleichtert worden find. ImZ. 1H80 machte er mehrere astronomische Beobachtungen über denberühmten Cometen, welcher damals erschien und den er anfangsfür zwei Comtteu zu halten geneigt war. Jene UntersuchungenNewtons über die Cen'tripctalkraft erschienen öffentlich erst zm I,1687 in dem berühmten Werke Philosoph,»o naturali» xiäneipi».msrhsinsrio». Dieses Werk, in welchem Newton auf die tiefstenAbstraktionen der Mathematik ein neues System der Naturwiffen»schaft gründete, erhielt nicht sogleich den Beifall, den es verdienteund den cS später 'erhalten sollte. Die cartesianische Philosophie,welche dasjenige, was ihr zuweilen an. Liefe und Gründlichkeit derUntersuchung abging, durch Imagination ersetzte, war damals ander Tagesordnung. Newtons Werk drang mit philosophisch mathe-matischer Strenge in die innersten Gesetze der . Natur ein und ent-wickelte sie in einer-Kürze und Gedrängtheit,' die das Werk demgroßen Haufen beinahe unverständlich machte. Selbst die bestenMathematiker mußten eS studieren, ehe sie es fassen konnten. Aliman es aber würdigen lernt«, kannte auch die Bewundrling keineGränzen mehr. ,,Jßt, trinkt und schläft denn Newton, wie einandrer Mensch," fragte der Marquis de l'Hospital, einer der'größ-ten Mathematiker seiner Acit, die Engländer, welche ihn besucht«!?,x »Ich stelle ihn mir als einen himmlischen Genius vor, der nicht«Mehr mit der Materie gemein hat." Der Eifer, womit sich Nenltbirder von Jacob II. angegriffnen Privilegien der Universität Carff-dridge annahm, verschaffte ihm im I. 1688 eine Stelle im Parla-ment. Im I. i6yh wurde er Münzwardein und 170zPräsident der königlichen Societät der Wissenschaften zu London.Die Resultate feiner Untersuchungen über Optik und Fluxionürech-»ung, die er seit dem I. 1672 im Stillen fortgesetzt hatte, gab er"st im I. 1704 heraus, und dies verwickelte ihn in einen Streitmit Leibnitz, der sich die Ehre der ersten Erfindung: einiger newton-MN Sätze beimesscn zu ktnncn glaubte. Leibnitz appellirte in dieser«ach« an die königliche Societät der Wissenschaften zu London, unddiese glaubte für ihren Präsidenten entscheide» zu müssen. Im I.^ 7 vg erhielt Newton von der Königin Anna die Rittcrwürde. Alsdas hanndversche Haus im I. 171g den englischen Thron bestiegensatte, erwarb sich Newton die besondre Gewogenheit t^r Prinzessin