Band 
Sechster Band. M und N.
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687
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Nicolai (Chr. Fr.) 687

I7AI entdeckt und in den Abhandlungen der Stockholmer Akademiebeschrieben hat. Indessen verdanken wir die genauere Kenntniß dem-selben erst den Untersuchungen Bergmanns, der sich zwanzig Jahrespäter damit beschäftigte. Ungeachtet nicht jedes Rickelmetall vongleicher Beschaffenheit ist, so kann man doch im Allgemeinen folgendeKennzeichen angeben, Es ist hart, spröde, dicht im Bruche, fein-körnig und glänzend, hält wenig Schwefel, aber Arsenik genug, istim Feuer beständig und für sich allein eben so schwer zu verkalkenals es von dem beigemischten Eisen und Kodald zu reinigen ist,zerfällt durch Verkalkung in einen grünen Kalk und gibt ein röthlichbraunes Glas, ein hyacinthfarbenes aber, wenn man den Kalk desreinen Nickels mit Borax schmelzt. Das specifische Gewicht des ge-reinigten Nickelmetalls, welches einen vollkommen metallischen Glanzgibt, ist in Bergleichung mit dem Wasser wie yooo zu YZZZ. ESgibt zwei Gattungen des Erzes, welches das Nickelmetall-liefert:der Kupfernickel und der Ricke locker. Das erstere, welchesam häufigsten ist und gewöhnlich beim Glanzkobald gefunden wird,ist ungeformt, stumpfeckia, hat meistenkheils eine blasse kupferrotheFarbe, zeigt auf dem Bruche gleichsam Facetten, seltner Strahlenund enthält außer dem Nickel noch Eisen, Arsenik, Kobold undSchwefel. Indem man glaubte, daß das Wort Nickel vom heiligenNicolaus komme, hat man den Kupfernickel zuweilen cupiurr, Äx-colai genannt. Allein dieser Name kommt entweder daher, daßman sich in den Versuchen, Kupfer daraus zu schmelzen, immer ge-täuscht fand, oder welches wahrscheinlicher ist, daher, weil Nickelim alten Deutsch so viel als unecht bedeutet (woher man noch jetztlüderliche Weibspersonen so nennt), daß man auf diese Weise dieunechte Kupferstufe ganz paffend damit bezeichnen konnte. — DerNickelocker wird, wie der Kupfernickel, in mehrern Bergen Deutsch-lands bei diesem gefunden. Er findet sich gewöhnlich nur als Über-zug bei andern Mineralien, ist mager, apfelgrün, zerreiblich undfärbt ab.

Nicolai (Christoph Friedrich), geb. zu Berlin den i8ten Märzt?3Z, starb daselbst im I. i8n. Dieser Gelehrte ist als Schrift-steller und Buchhändler eben so merkwürdig durch seine Persönlich-keit als bedeutend durch seine Einwirkung auf seine Zeitgenossen.Die letztere ging aus jener hervor. Beide lassen sich bezeichnendurch eine seltene selbstthätige Kraft der Intelligenz, die Ricolai'Seignes Leben ausfüllt, und die er sowohl selbst, als mittelbar durcheinen von ihm gebildeten Verein ausgezeichneter Männer in denwichtigsten Zweigen der Literatur theils erwecken, theils mit großemErfolg entwickeln half. Auch glauben wir nicht zu irren, wenn wirbehaupten, daß Nicolai einer Seits wesentlich durch seine Thätig-keit als Buchhändler, noch mehr als durch seine Schriften, dazu bei-trug, die getrennten deutschen Völkerschaften durch das Band derfreien wissenschaftlichen Untersuchung zu einem geistigen In-teresse, welches durch ihn Nationalangelegenheft wurde, zu ver-ewigen, und insbesondere den Süden mit dem Norden Deutschlandsund den katholischen Theil der Ration mit dem protestantischen inbwlfache geistige Berührung zu setzen; daß er aber auch andrer^eirs, indem er und seine Freunde die Freiheit der Untersuchung>n wissenschaftlichen Dingen und die Unabhängigkeit des Selbstden-kers von allem System - und Formelzwangc "der Schule standhaftvertheidigt«,, und Liesen Vorzug hauptsächlich der preußischen Na^