Nimbus Nimrvd 725
treibenden Winden. Das Wasser des Nils, w-lchc? während desSteigen? verichiedne Farben zeigt, ist zwar schlammig, aber sehrsüß und angenehm im Gcichmack. — Weoen eines so regelmäßi-gen AuStretens konnte der Nil im alte' Ägypten eine Zeit oderEalenderbestimmmig werden, und diejrwgen, welche die meistenägyptischen Gottheiten für personificirte Zeit- oder Calenderbeuim-s nningen halten, lassen ihn daher auch in der ägyptischen Wyrholo-
> gie seine Rolle spielen.
i Nimbus nennt man den Strahlenkranz oder den Schimmer,
! mit dem man im Alterthume die Häupter gewisser Gottheiten, Kö-' nige und Kaiser, und seit dem Christenthum das Haupt Christi undder Heiligen (weßhalb Nimbus auch olt Heiligenschein beißt) vor-gistellt hat. Mete erklären diese Kitte daher, daß Nimbus ur-sprünglich bei den Römern eine Stirnbinde bedeutet habe, mit derdie Römerinnen zuweilen eine zu hohe Stirn verbargen, daß «andaher ferner such die kleine Bedachung w genannt habe, mit der^ man das Haupt der Gütterbildsauien gegen Schmutz und Äerunrei-i «igung 'stützte, und daß man an dieser Minen Kopfbedeckung bloß' zur Zierde anfangs Strahlen angebracht habe, aus welchen Mctzre-n wirklicher Drrahlenkra-.z geworren sey. Allem es ist durch vieleMythen, in w-lche» zoltgewcihie Kinder schon mit solchem Ächemis der Wiege vorgestellt werden,' allein schon wahrscheinlich, daß^ die Idee des Nimbus einer uralten orientalischen Symbolik ihreEntstehung verdankt, deren ursprüngliche Bedeutung für uns ver-loren ist.
Nimes, im ältern Französischen Nismes, ist die Hauptstadt desDepartements du Gard, im ehemaligen Nieder-.ganguedoc. Auch beidieser Stadt tritt der so häufige Fall ein, daß die Stadt selbst un-ansehnlich und winklich gebaut ist, während die Vorstädte sehr schöne^ Anlagen und Gebäude enthalten. Nimes war von jeder ein sehrbedeutender Hundelsplatz im Innern von Frankreich. Man hat be-rechnet, daß hier o;t für ar Millionen Franken Waaren in einemJahre umgesetzt werden. Die Anzahl der Häu'er ist 4500, und die
> der Einwohner belauft sich auf 40,000, unter denen man beinahe2z,ooo Calvttusten zählt. In antiquarischer H:aßcht ist Nimes vc-sonders deßwegen u e.kwüring, weil sich in der Nähe dieser Stadrdie.Überble.bsei des am besten erhaltenen Amphitheaters (Lmzistirsto,-trum ^oiosuae-osv) befind,». Für die Tabaksraucher und Gelehr-ten ist es nothwendig zu wissen, daß der berühmte Jean Ricot,weicher als iranzösischcr Ge'andler izzy den "ersten Tabak aus Por.tnzal nach Frankreich sandte (woher der Tabak noch irerür ssiiac-tiuiL genannt wird), daß der be ühmte reformirte Prediger JacquesEaurin, daß der verdiente Gelehrte Samuel Pektins» der sich vor-züglich durch sein Werk ü« 1 -gU-ue -^rrici» berühmt gemacht hat, inNimes geboren worden find. Ein Haupthandel der Stadt besteht inde» umher theils wild auskommenden, theils gezogenen Gewächsen, wo-von die Samen, die Blüthen und Blatter und die getrockneten Wur-zeln weit versandt werden. - Clima und Boden sollen hier dieseAegelabilien den höchsten Grad der Güie erreichen lassen.
Nimrvd, der nach der mosaischen Urkunde um aooo vor Chr.Geb. zuerst ein Held war, wird geme-nigllch für den ersten RegentenUnd Eroberer gehalten, der an die Stelle der patriarchalische» Unab-hängigkeit nomaoi -der Urstämme das Joch der Monarchie gesetzt Hase.Babylon undfdie Monarchie dieses Namens wurde von ihm gegründet,
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