Band 
Sechster Band. M und N.
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Nimwegen

Niobe

und durch die Eroberung der Städte (befestigten Horden) Erech, spä-ter Ebeffa, Accad, später Nisibis, und EHaine, später Ctefiphvnin Mesovotamien vergrößert. Herder nennt ihn den Unternehmer desbabylonischen Thurmbaues und sieht in dem Umstände, daß er ein ge-waltiger Jäger war, nur eine bildliche Andeutung der Tyrannei, mitder er die wild umherschweifenden Nomaden zusammengelockt undsich durch List und Gewalt unterworfen habe. Nimrod bedeutet mchaldäische» und arabischen Dialect einen Empörer; die vergleichendeMythologie kann daher wohl Recht haben, wenn sie in ihm den Rie-sen der Finsterniß (er war ein Nachkomme des zum Stammvater derSchwarzen verurtheilten Harns) und die Personification'der Entste-hung einer königlichen Gewalt unter den Menschen, die sich gegen diegöttliche, da« Licht, aufgelehnt und die Stelle Gottes auf Erden ein-zunehmen gewagt habe, zu entdecken glaubt, und ihn als mythisch^Wesen mit dem Bel der Chaldäer und dem mcdisch persischen Ko-lli marat für gleichbedeutend hält. L.

Rim wegen, Nimmegen oder französisch ISimeAu«, eine Stadtvon ra« bis rz.cxro Einwohnern, in den Niederlanden an der Wachgehörte, als diese Länder mit Frankreich vereinigt waren, zum Depar-tement Geldern, und steht jetzt unter der Souvcränetät des HauseiOranien. ES ist eine alte, ziemlich befestigte und weitläuslig ge-baute Stadt, welche in der neuern Geschichte vorzüglich durch deniaden Jahren iö78 und i67y daselbst geschlossenen Frieden merkwürdiggeworden ist, der für Holland und Deutschland eben so nachteiligwar, als er vortheilhakt für Ludwig XlV. ausfiel. Die Stadt istnicht ohne Handel, der vorzüglich mit dem benachbarten Eleve belrie-ben wird, und unter dessen Produkten das in Nimwegen gebraute weiß!Bier Mol genannt, vorzüglich einträglich ist. Bemerkenswerthißauch noch hier die alte Burg, der Falkenhof genannt, welcher dieResidenz der a>ten Burggrafen von Nimwegen war. Ehemals warNimwegen die zweite Handelsstadt nach Amsterdam.

N i n u s. Da die im Anfang des vorigen Jahrhunderts von meh-ret» Mitgliedern der Lcaelorni« sie» lnscriprinn» er cias heiles leblies zuerst in Anregung gebrachten Untersuchungen über die älteste as-syrisch-babylonische Geschichte noch immer zu keinem einigermaßensichern Re-ultat geführt haben, so kann man auch von Rinus die be-kannten Sagen bloß anführen, ohne in eine weirläufriqe und jnimerungewiß bleibende Erörterung einzugehn. Nach dielen war Ninasein alter assyrischer König, Nachfolger des Belus, und einer dergrößten Eroberer in Asien. Er erweiterte das assyrische Reich bisan die Gränzen von Indien, an den Nil und an den Tanais. Erhe-rathcte dieScmiram-s, die Gemahlin des Mecon, eines seinerStotdhalter, die ihm durch Anschläge zur Eroberung von Baktra, duHauptstadt Won Baktien behülflich gewesen war. Er- erbaute ?!l-uioe oder N:nus, die Hauptstadt seines Reichs. Sei» Sohn warNinyas. Ihm folgte 'eine Gemahlin Scmiramis. Die Stiftungsc-nes ungeheuern Reichs wirb zwischen das Jahr 2200 und 21cm vor-Ehr. Geb. geletzt.

Riebe, Tochter des Lautalus und der Diane, war die Ge-mahlin Amphions, der mit ZethuS gemeinschaftlich das von ihnenerbaute Theben beherrschte. Sie batte (nach der gewöhnlichen An-gabe) sieben Söhne und sieben Töchter, unk sie vergaß stich in deni(im Alrcrthnm sonst nicht ungewöhnlichen) Stolz auf blühende Nach-kommenschaft s» sehr, daß sie sich über die Latona, dir Mutter v»"