Band 
Sechster Band. M und N.
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717
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Nord-Amerika 717

ist n>'t vielen Bäumen und Stauden geschmückt, hat eine heiße,1 ober gesunde Witterung. In West-Florida sind jährlich zwei Ern-ten. Die Halbinsel Ost-Florida ist sandig, bergig und sumpfig,i liefert aber doch Reiß und Indigo. Louisiana liegt an derWestseite des Missisippi; dessen unterer Theil am mcricamschenMeerbusen ist eben, voll sumpfiger Waldungen; der höhere, oen derMiffuri bewässert, trägt mancherlei Bäume und ist fruchtbarer.Unter chen Pflanzen Louisiana'« verdient besonder« diejenige «ine> vorzügliche Aufmerksamkeit, deren sich die Bewobner zur Auslöschung! oder Minderung der Gewalt des Feuers bedienen. Die Osagensind unter den Völkerschaften des Miffuri diejenigen, welche dasmeiste mit dieser Pflanze auszurichten verstehn. Bei ihren Festen,vornehmlich wenn sie Europäer in Verwunderung setzen wolle», ver-richten sie damit beinahe unglaubliche Dinge. Einige trinken mit-i telst dieser Pflanze kochendes Bärenfett, andre rühren das Fleisch inden Kesseln mit den Händen um, wenn es am heftigsten siedet, ohne! dadurch die geringste Unbequemlichkeit zu leiden. Noch.gehört zuj den Pflanzen von "den seltnen Eigenschaften diejenige, wr.che dasWasser gerinnen macht, und es in wenig Augenblicke» in einen fe-sten Körper verwandelt. Einige Tropfe» des ausgepreßten Saftesdieser Pflanze sind hinreichend, diese außerordentliche Wirkung tzcr-^ vorzubringen. Sie findet sich aller Orten in den beiden Louisianen.

! Der wilde Ochse Bufale war sonst im obern Louisiana so häufig,daß die Jäger ihm bloß die Zunge ausstl,lütten, und den übrigen! Körper den fleischfressenden Thieren und Vögeln zum Raube über-ließen. Dies Thier, das oft über tausend Pfund wiegt, liefert einl herrliches, gesundes Fleisch. Der Jagar, welchen die BewohnerLouisiana'« auch das Panther nennen, findet sich sehr häufig inden gemäßigten Himmelsstrichen des nördlichen Amerika's, allein erhat keinen gefährlichen Eharakter. Eben dies ist mit dem schwar-zen Bären der Fall, der, wenn er jung ist, ein gesundes wohl-schmeckendes Fleisch, und im Alter viel und sehr gutes Schmalz lie-fert. Die gefährlichen Thiere sind die Klapperschlange und derPfeiffer, von den Engländern die Kupferschlange genannt, wegender Farbe des Kopfs, die sich noch Überdies sehr erhöht, wenn dasThier zornig ist. Ncu-Mejüco ist zum Theil sehr gebirgig, dochangenehm und fruchtbar, es hat viele Ftüffe, besonders den delNorte oder Brava, der es von Reichen her durchströmt. Mexico,z Neu-Spanien, der interessanteste Theil des ganzen Amerika's, mitMexico, der berühmtesten und herrlichsten Sradt der. neuen Welt,und einer der schönsten des ganzen Erdballs, ist überhaupt bergig.Mit vieler Waldung bedeckt, und von großen Flüssen gewässert.Einige fallen in den Golf von Mexico, andre in die Südlee. Un-ter den ersten sind der Empaloapan, Camtzacualco und Ehcm-pan die größten. Unter den Flüssen, die in das stille Meer fal-len, ist der Tvloloilan der angenehmste, bei den Spanier» Guada-larar» oder der große Fluß genannt. Es gibt mehrere Seen, näm-lich Nicaraguw, Chapallan und Pazguaro, ferner die beiden Seenim Thal von Mexico, der See Chalku und Tezeuku. Es gibt eisegroße Menge mineralischer Wasser, die Salpeter, Schwefel, Vi-triol, Alaun u. s. w. bei sich fuhren. Einige sind an der Quelleso heiß, daß in wenig Minuten alle Arten von Früchten und thie-rische Nahrungsmittel darin kochen wandte überziehen mit einer tuf-orlige» Rinde. Die längs der Küsten belesenen Länder sind heiß