Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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gemäß besteuern würben! Dennoch behauptete korb North dieStimmenmehrheit gegen Burke's Aussöhnungsplan, der bei dieserGelegenheit eine seiner berühmtesten Reden hielt; auch wies derKönig die von der St-dt London durch ihren Lord Mayor W i l-kes ihm überreichte Gegenvorstellung zurück. Allein der Congreßverwarf im Mai 1775 Lord North« Vorschläge, nachdem der britti,sehe General Gage die Feindseligkeiten bei Lerinaton den lytenApril 177g zuerst begonnen; und einmüthig erhob sich Amerika un-ter Washingtons.Anführung zu einem Kampfe, von dem Frie-drich H. sagte: England hat sich selbst mit seinen Colonisn in einenKrieg verwickelt, den es aus Despotismus unternommen, und mitThorheit geführt hat. Hetzt erklärte sich auch der Lord Siegelbe-wahrer, der Herzog von Grafton, gegen Norths System, undtrat, als er weder diesen, noch den König zu friedlicher Ausglei-chung mit den Colonien bewegen konnte-, aus dem Ministerium.Augl.'ich prota-stirten mehrere Lords im Oberhause feierlich gegen ei»so ..ungerechtes und dem Lande verderbliches" Verfahren, durchwelches die Mmister den Verlust der Colonien bewirken würden.Man tadelte vorzüglich, daß sie verabsäumt hatten, sich genau vondem Zustande der Dinge und den Absichten des Eongreffes zu un-terrichten, indem der Überbringer einer zweiten friedlichen Bitt-schrift an den König, die man ihres Inhalts und Zwecks wegen denOlivenzweig nannte, worauf die Minister aber keine Antwort er- itheilten, Herr Penn, Gouverneur von Penshloanien, erst im No-vember vom Oberhause darüber befragt worden war. Die Regie-rung mochte jetzt keinen Schritt zurückthun. Lord North triebvielmehr die Sache aufs äußerste, indem er durch die berüchtigte .Capturacte alles Eigenthum der Amerikaner für gute Prise er-klären und jede Verbindung mit den dreizehn vereinigten Eolonienaufheben ließ. Seitdem ward Fox der furchtbarste Gegner der Mi-nister. Er ängstigte sie, als er eine Untersuchung verlangte, warumdie brittischen Waffen in Amerika so wenig Glück hätten; als erden Menschenhandel der Minister mit den „fürstlichen Schlächtern"in Deutschland (pirnceiz- bincliers), von welchen GroßbritannienI8,oor> Mann für den amerikanischen Krieg erkaufte, eine Schandeder Britten und der kleinen deutschen Fürsten nannte; als er ihnendie Hartnäckigkeit zum Vorwurf machte, mit welcher sie „unbedingteUnterwerfung" von Amerika, statt gegenseitiger Verständigung, !verlangten, und die Blindheit, mit welcher sie versicherten, daßFrankreich keinen Antheil an dem Streite nehmen, und daß Ame-rika unterliegen würde. Dessenungeachtet blieb die Stimmenmehr-heit auf Seiten des Ministers. Der König selbst hing zu hart-näckig an dem System der Unterdrückung, als das er auf Gründeder Vernunft und Billigkeit gehört hätte. Desto nachdrücklicher ,

ward für die Sache der Freiheit in London und in ganz England s

gesprochen und geschrieben; und unter den Schriften, welche Lord -

North, indem er das Gegentheil wollte, selbst veranlaßte, hat ,

keine so tiefen Eindruck auf die Nation gemacht, als des Dr. ^

Richard Price Oiisorvarioiis ou lire fu»ri--e an <1 ?o!ic^ ob tbs :

War wirk Amoric». So ermuthigten Georg Ikl und sein Mini- -

ster wider ihren Willen den Freiheitssinn der Völker. Sie weckten <

zwar den schlummernden Löwen, der späterhin in Frankreich alle ,

Schranken zertrümmerte. Amerika erklärte, da jede Ausgleichungunmöglich war, seine Unabhängigkeit den -ften Juli 1776.