Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
731
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North 7Zr

^ losgesprochen, den Vorwurf der öffentlichen Meinung nicht ertra-ge» konnte, sondern sich aus Gchwerniuth das Leben nahm. Dieswaren die wichtigsten Verhandlungen in der glänzendsten Zeit desMinisteriums des Lord North bis zu Ende des I. 177z. Erhatte stets die große Mehrheit für sich. Die einzige Bill in Anse-hung der Erweiterung der Loleranzacte ward zwei Mal, nachdem siedas Unterhaus angenommen, im Oberhäute verworfen. Jetzt wardder Krieg mit Amerika die wichtigste Angelegenheit des Staats.'Die königliche Botschaft, welche Lord North den yten März 1774dem Parlamente in Bezug auf den über den Lheezoll zu Boston,entstandenen Tumult überbrachte, foderte zu den strengsten Maßre-geln gegen den aufrührerischen Geist der amerikanischen Eolonienauf. Das Haus gab der Rede des Ministers Beifall, und beschloßeinmütbig, fest und mit Nachdruck zu verfahren. Die Boston-Port-'bill, welche allen Handel nach Boston untersagte, und denEitz der Regierung von da nach Salem verlegte, ward auf desMinisters Borschlag angenommen. Seine zweite und dritte Billaber wegen Aufhebung der Verfassung und einer neuen Gerichtsver-fassung in Maffachusctt gingen nicht ohne heftigen Widerspruchdurch. Am kräftigsten erhob sich die Opposition gegen einen vier-ten Borschlag des Ministers, nach welchem die Krone Canada un-eingeschränkt verwalten sollte. Graf Chatam, den Kränklichkeitlange abgehalten hatte, im Parlamente zu erscheinen,-sprach jetztj für die Rechte der Amerikaner. England sey nicht befugt, Ame-! rika zu besteuern." Auch der berühmte Edmund Bücke unter-stützte mit aller Kraft seiner Beredsamkeit den Borschlag, über dieAufhebung der Thceacte zu berathschlagen. Allein der Ministeesiegte. Seine Maßregeln brachten aber die entgegengesetzte Wir-kung in Amerika hervor. Die bostoner Hafenbill machte BostonsSache zur Sache aller Colonien. Sie versammelten nämlich einenEeneralcongreß zu Philadelphia (hten September 1774), protestir-ten gegen die angeführten ungerechten brittischen ParlamenlSacten,beschlossen unter sich allen Handel mit Großbritannien aufzuheben,und wandten sich in schriftlichen Vorstellungen an die brittrsche Ra-' tion und den Konig. Ihr Verfahren erhielt den Beifall Chatams;und die Opposition tadelte laut den Minister, daß er durch die denAmerikanern angedrohte Sclavecei den Bürgerkrieg entzündet habe.Lord North aber hielt den Krieg für unmöglich, und Lord Sand-wich, der erste Lord der Admiralität, für so leicht, daß die Regie-rung jede ernstliche Vorbereitung ruf denselben unterließ, und sogardie im I. 1774 bewilligten 20,000 Seeleute um 4000 verminderte.Gleichwohl erklärte das Parlament im I. 177g gegen Chatams! Bitten und Rath, Amerika durch Zurückziehung der Truppen aus

> Boston zu versöhnen, und es nicht ungehört zu verurtheilen, und! gegen seine Warnung durch die Härte gegen die Colonien nicht gro?

, ßes Unglück über England zu bringen, auf Lord Norths Bor-

schlag, die Provinz Maffachusctt sey in Aufruhr. Da sich indeßAmerika rüstete, und entschlossen zum Widerstände zeigte, riethenim brittischen Parlamente mehrere Stimmen, unter denen auch die

> des berühmten Fox war, zu gütlichen Mitteln. Jetzt trat derMinister mit einem sogenannten Versöhnungsplane auf, derihm aber von allen, Seiten heftigen Tadel zuzog. England solltenämlich die Ausübung seines Bcsteurungßrechcs so lange aufschie-ben, als die Amerikaner sich selbst den Absichten des Parlaments