Band 
Sechster Band. M und N.
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North

Heer unter Bourgonne (röten October 1777) die Waffen streckt«, ^da brach der 8or» des Hautes gegen den Minister los. Mit tiefemSchmer,, ja mit Thränen bekannte Lord North, er sey unglücklich,aber seine Absicht sey gut und rechtlich gewesen; man habe ihm an- isangs seine Stelle gewissermaßen aufgedrungen, er wolle gern sieNiederlegen, wenn er dadurch Friede und Aussöhnung, die er stets ,-gewünscht, bewirken könne. Doch die mächtige Partei der Toricsstimmte für sie Fortsetzung des Kriegs mit verdoppelter Lnstren- 'gung. Endlich schlug Lmd North den i7ten Februar 1778 Unter-handlung mit Amerika vor, und gestand, er habe stets eingesehli, !die Besteurung Amerika's würde nie die Staatseinkünfte vermehren, -auch sey es nicht seine Politik gewesen, die Besteurung einzuführen,-sondern er habe dieses System schon befolgt gefunden, als er un-glücklicher Weise in die Verwaltung eingetreten; er selbst aber hätte 'nicht argwohnen können, daß die von ihm in Ansehung des Thee-zolls genommene Maßregel so unglückliche Folgen haben würde,

«. s. w. Dieses Geständniß bewaffnete seine Gegner. >, Warum" rie-fen sie," habe er vor zwei Jahren denselben Vorschlag zur Ausglei-chung, den der Herzog von Grafton gethan, hintertrieben? Letzt steheAlles anders. Amerika habe seine Unabhängigkeit erklärt, und wisse,es könne nicht besiegt werden! Großbritannien habe nunmehr nichtszu thu», als Friede zu schließen." Bald darauf zeigte Lord Northdem Hause an, Frankreich stehe im Bunde mir Amerika. Da ließstch Lord Chatam, schon dem Tode nahe, in das Haus führen,um seinen Unwillen zu bezeugen, daß man den Gedanken habenkönne, Amerika's Unabhängigkeit anzuerkennen, und vor dem HaustBourdon zu zsttern! Als er aber, aufgefodert vorn Herzog von Rich-mond, die Mittel anzeigen wollte, dies zu verhindern, sank er er-schöpft in die Arme seiner Freunde. Er starb den Uten Mai 1778.Der Pt'an des Ministers, den Krieg fortzusetzen und mit Amerikazu unterhandeln, ward genehmigt. Die brittischen Bevollmächtigteilwollten jetzt den Amerikanern mehr Rechte einräumen, als jene jeselbst verlangt hatten; allein es war zu spät. Der Congreß bestandauf der Unabhängigkeit der Staaten, und erbot sich nur unter die- jser Bedingung zum Frieden. So zerschlug sich die Unterhandlung iund die Erbitterung war größer als je. Die brittischen Befeblsha- ider gestatteten das wildeste Verfahren. Alles übertraf an Abscheu- ilichkeit die Zerstörung von Wyoming. Mehrere Umstände erregten §außerdem noch allgemeinen Tadel gegen die Minister, wozu derKrieg mit Frankreich und Spanien die Veranlassung gab. Foxbestürmte sie mit Anklagen, und die Opposition ward immer stärker.Lord North war oft uneins mit dem königlichen Cablnet; wider-sprach sich selbst, indem er mit dem amerikanischen Congreß wie miteiner unabhängigen Macht einen Waffenstillstand einzugehn bereit-willig schien, und dennoch auf die Dauer des Waffenstillstandes die >Unabhängigkeit Amerika's nicht anerkennen wollte. Indeß trafen dieVorwürfe nicht allein die Unfähigkeit der Minister, auch der Königward des Mißbrauchs der Civilliste beschuldigt; er wolle sein eignerMinister seyn, und Mache, durch seine Unverantwortlickkeit gesichert,das Land ,unglücklich! Allein die Festigkeit, mit welcher der Königden von Lord Gordon durch die Losung bkc> Uopsme (kein Papst-thum) ! gegen die Katholiken und die tolerant gesinnten Parlaments-glieder erregten Aufruhr des londner Pöbels unterdrückte, gab denMinistern ein neues Gewicht, Um diese Zeit veranlaßte der See-