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ch schlagungen derselben Theil nahm: Armand Jean du Ples-
M iis, jüngster Sohn Franzens du Plessis, Herrn von Niche-
>n lieu, Freund der Marquise von Guerchevilie, einer Ehren-ch . dame der Königin, und deren Haushofmeisters und geheimen Rath-!d ^ gebers Barbin, in der Folge als Cardinal von Richelieu, d.e- ^ b., als ein hohes Ideal eines schlauen Kopfes und intriguantenk- Ministers bekannt. Eben er war es, der im I. 1626, da er schon
n die Höhe erstiegen hatte, auf der er im hellsten Sonnenlichte mensch-
Ilchsc Ehre und Größe glänzte, eine zweite, zugleich aber in derh ältern Periode der Geschichte Frankreichs die letzte Versammlung
n der Großen des Reichs veranlaßte, die unter der (wie wir gleich
a sehen werden, in neuer» Zeiten wieder angenommenen Benennung
>, Lssemblee des Notables den Schauplatz betrat und der Ge-
r genstand einer allgemeinen Aufmerksamkeit war. Sie wurde im
>. großen Saale der Luilerien vom Könige Ludwig Xlll mit
n einer Anrede eröffnet, in der er versicherte, daß er sie berufen habe,
r um den eingeriffenen Unordnungen abzuhelfen, und sich in dieser
, Absicht mit ihrem Rath zu versehen. Sie fing am yten Januar
- 1627 ihre Berathschlagungen an. Richelieu legte ihr iz Punkte
, vor, und verlangte im Namen des Königs, sie in Untersuchung zu
> nehmen. Am stzsten Februar, folglich nach 48 Tagen, wurde sie
, wieder aufgelöst, nachdem fie mehrere Beschlüsse gefaßt hatte, deren
t Werth nicht verkannt worden ist. Seit dieser Zeit fand kein König
1 von Frankreich es seinem Interesse angemessen, und kein Minister
s es mit der Politik vereinbar, «ine solche Zusammenkunft wieder zu
- veranstalten, bis endlich im I. 178Ü der Minister und General-
: Controleur Calonne auf den Gedanken gerieth, daß um mehrerrr
, > Abänderungen, die er für nothwendig hielt, das ihnen fehlende
> . Gewicht zu ertheilen, wozu ihm das schon im Sinken begriffne kö-
nigliche Ansetzn nicht schwer genug schien, etwas anderes, als das
> Parlament, nothwendig sey, von dem er annahm, daß es kein! schickliches Werkzeug zur Einführung einer neuen Ordnung der
öffentlichen Angelegenheiten seyn, auch wohl es sich nicht gefallenlassen werde, sich bloß als Maschine brauchen zu lassen, um dieSteinmassen, die er zu seinem im Baurisse fertigen Gebäude be-durfte, dahin zu schaffen, wo er sie nothwendig fand. Er glaubte,man müsse etwas Neues erfinden, dem aber zugleich durch den An-strich eines ehrwürdigen Alterthums eins gewisse Würde und Feier-lichkeit zu ertheilen sey, die dem großen Haufen gefallen werde unddie Beistimmung der Nation zu bewirken, in mehrern Hinsichtengeeignet sey. So entstand die Assembler des Notables, llmi ihr denjenigen Beifall, den er ihr wünschte, um so leichter abzuge-! Minnen, entwarf er den Plan, keinen Stand unbeachtet zu lassen,
! alle Dolksclajsen einzuladen, sich durch ihre Repräsentanten darzu-^ stellen und dnrch sie dafür zu sorgen, daß jeder ihrer Wünsche an-- gebracht, keines ihrer Rechte vernachlässigt, Alles eingeleitet, er-! wogen und genehmigt werde, was längst von ihnen und ihren
> Vorfahren gehofft worden war. Am systen December 1786 wurdein des Königs (Ludwigs XVl.) Conseil beschlossen, die Idee
< zu verwirkliche», die das Werk des Ministers Calonne, und wieman wohl merken konnte, nach seinem Glauben «in feines Meister-stück war. Der 2yste Januar des folgende» Jahres wurde zurÖrganisirung der Versammlung bestimmt. Der König wollte ihr,wie er in seinem Decrete sagte, wichtige Absichten mittheilen,