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Tod
belegt wirb, und wenn wir keineswegs sogleich ein vollkommnestotales Aufhören oller Leben-erscheinungen wahrnehmen (denn dieErscheinungen, die dem Momente des Todes folgen, die der Fäul-nis?, sind immer noch als Ledenöcrscheimmgen und Lebcnsaußerun-gen anzusehen, und nicht, wie oft angenommen wurde, rein che-mische Erscheinungen), sondern vielmehr nur einzelne Functionen(die Bewegung und Empfindung, und alle die, welche von diesenbeiden abhängen), verschwinden und schweigen; so ergibt sich, daßder Begriff des Todes zu weit ausgedehnt, und der Übergangvom Leben zum Tode auch schon so genannt werde. Ja wenn wiram Ende in höherer Ansicht die ganze Natur als belebt erkennen,so muß wohl der Begriff des Lobes, wie er oben aufgestellt wur-de, aus derselben ganz verschwinden, und der Zustand, der diese»Übeln Namen trägt, ist nichts als ei» Zerfallen des organischenEinzelwesens, ein Wechseln der Form, wobei es in einen größer»Lebenskreis oder Organismus wieder aufgenommen wird, undnur als Individuum verschwindet. Es geht aber Lies nicht so garschnell, sondern wird in den meisten Fällen durch Krankheitenoder die Verhältnisse des Alters vorbereitet; nur wo das Cen-trum der Bewegung, das Herz oder das der Empfindung, dasHirn (und d>es auch nur an einigen Stellen) verletzt wird, er-folgt ohne vorhergehende wahrnehmbare Krankheit plötzlich biswei-len der Zustand, der Tod genannt wird. — Herz und Hirn sindes wohl auch eigentlich, von denen der Tod ausgeht; die,e sterbenzuerst entweder beide zugleich oder eins von beiden; weil aber daswirkliche und vollrominne Aufhören ihrer Thätigkeit nicht so sehrIn die Augen fällt, als die Respiration, die vom Herzen undHirn abhängt, so setzt man willkürlich das -Moment des Todesauf den Augenblick, wo der letzte Athemzug bemerkt wird. Inden Organen der Empfindung und Bewegung werde» deßhalb dieFolgendes Todes zuerst sichtbar, die Muskeln strecken sich, undwerden steif, Kalte und Bläffe verbreiten sich über den ganzenLeichnam, das Auge hat seinen LebenSglanz, der ganze Körper seineKürzesten; verloren. Man kann jedoch aus diesen Veränderungennicht mit voller Sicherheit schließe», daß der Tod wirklich einge-treten sey, und seine Herrschaft begonnen habe. Denn es-lehrtdie Erfahrung, daß ein dem beschriebenen äußerlich ganz gleicherZustand bisweilen nur vorübergehend sey, und es wird derselbeScheintod oder Asphyxre genannt. Hier ist die Kraft desHirns'und Herzens nicht wirklich zerstört, sondern nur unterdrückt,und man beobachtet diesen Zustand, der wohl mehrere Tage dauernkann, in nervösen Krankheiten, wo er sogar bisweilen kritisch ist,und besonders häufig von Luftentziehung. — Die Unmöglichkeit,den Scheintod von dem wahren zu. unterscheiden, macht in plötz-lich eingetretene,, Fällen der Art Rettungsversuche zur Pflicht,und verbietet das zu schnelle Begraben. Ja die Unmöglichkeit, injedem Falle mit Gewißheit zu bestimmen, ob und wie weit dasBewußtseyn und die Empfindung unterdrückt seyen, sollte veran-lassen, das die kür todt gehaltenen mit mehr Sorgsamkeit UndSchonung behandelt würden; es sind Fälle bekannt, daß Schein-todte die Verhandlungen über das Begräbniß u. s. w. mit anhör-ten, unö sich dessen später erinnerten. — Nur erst die nach eini-gen Tagen eintretende Verwesung ist das sicherste Zeichen der wirk-lichen Kodes» Diese ist aber als die letzte Stoffverwandlung des
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