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Zenhter Band. To bis Z.]
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Toggeirburg iz

Loggenburg kTockenburg), in der Schweiz, war ehemalsder Name einer besvnoern Grafschaft, die ihre eignen Herren, dieGrafen von Toggenburg, hatte, deren gewöhnlicher Sitz aus demSchlosse Loggenburg bei der Stadt Lichtsnstein, dem Hauplortedes Landes war. Dieses kleine Sand ist in der Geschichte derSchweiz dadurch merkwürdig geworden, daß es zweimal zu bluti-gen Fehden zwischen den verbündeten Cantons selbst Veranlassunggegeben hat. Diese innerlichen Kriege, bekannt unter dem Namender toggenburger Händel, waren zwar ohne große mili-tärische Ereignisse, aber sie verursachten, wie alle Bürgerkriege,traurige Verwüstungen, und hätten, durch den Antheil, den aus-wärtige Mächte daran nahmen, für die Freiheit der Schweizerselbst leicht sehr verderblich werden können. — Die eigentlicheGrafschaft Loggenburg bestand aus verschiedenen Thälern, und lagzwischen der Landschaft des ehemaligen Stifts St. Gallen, demThurgau, und den Cantons Zürich und Appenzell. Die Längedesselben betrug ro Stunden, die größte Breite 3 Stunden; dieBevölkerung bestand aus yooo Menschen. Die Grafen von Tog-gcnburg gehörten im igten Jahrhunderte unter die reichsten undmächtigsten Landeigenthümsr in der Schweiz. Friedrich, Graf vonLoggenburg, der letzte seines Geschlechts, das 1436 mit ihm er-losch, besaß überdies die Herrschaften Uznach, Windet, Sargansund verschiedene Güter im Thurgau, hatte auch am Bodensee an,sehnliche Besitzungen. Verschiedene dieser Güter hatte er durchKauf oder pfandweise erhalten; alle aber gingen vom Kaiser undReich zum Lehn. Er starb am 30. April 1436 ohne über seineBesitzungen gehörig verfügt zu haben. Die benachbarten Cantonssuchten daher unter mancherlei Ansprüchen, einen Theil dieser Gü-ter an sich zu bringen. Darüber entzweite sich Zürich, das sichvon dem Schweizerbunde trennte und auf Österreichs Seit« neigte,mit den beiden katholischen Cantons Schwitz und Glarus. DieserZwist ging bald in offnen Krieg über, an dem in der Folge auchandre Cantons wider Zürich, so wie für dasselbe Österreich undFrankreich, Theil nahmen. Die einzelnen Vorfälle dieses, mitErbitterung geführten Bürgerkriegs, und die Belagerung derStadt Zürich durch die Schweizer, erzählt I- Müller in der Ge«schichte dcb Eidgenossenschaft, Th. 3 und 4, Nachdem dieser Kriegvierzehn Jahre lang, unter mancherlei Abwechselungen, gedauerthatte, wurde er am 13. Jul, 1450 durch einen friedlichen Vereinbeendigt. Zürich trat dem Schweizerbunde wieder bei, und indem Länderbesitze wurde wenig geändert. Das eigentliche Toggen-burg kam an die nächsten Verwandten der letzten Grafen, die Frei-hccrn von Rason, die ihren neuen Unterthanen bei der Huldigunggroße Freiheiten zugestanden, besonders diese, daß die Loggenbur-ger das schon vorhin bestandene Landrccht mid eine genauere Verbindungmit den Cantons Schwitz und Glarus wieder erneuern konnten.Eben dadurch wurde aber auch der Saame zu der zweiten, spä«ausgestreut. Im Jahre 1463 verkaufte der Besitzer derGrafschaft Loggenburg, Petermann, Freiherr von Rason, weiler kerne männlichen Erben hatte» das ganze toggenburger Land

14,500 Gulden an den Fürst, Abt Ulrich zu St. Gallen unddessen Gotteshaus. Abt Ulrich, ein gewandter und für die Auf-nahme seines Stifts äußerst thätiger Mann, bestätigte den Tog-zeuburgern alle ihre Rechte und Freiheiten; aber seine Nachfolger