ro Tombucto Ton
geschickt wurde, bekannt und nachgemacht. 'Zu dem europäischeninNiMt man Kupfer, Messing und etwas gutes Zinn oder Zink,welches zusammen verschmolzen wird. i
Tombucto, An Königreich der Reger in Afrika, zwischen s
dem Niger und der Wüste Aara gelegen. Es wird von einem eig? i
nen König regiert, und von starken, kräftigen aber unreinliche« j
Negern bewohnt. Der Boden ist leicht und locker und wird mit e
kleinen Karst.» bearbeitet, welche die Reger von den Mauren kau- z
fen. Reiß und Guineakorn sind die gewöhnlichen Getraidesrüchte; , zaußerdem erzeugt man auch eine Menge trefflichen Gemüses, so i
«vi« Datteln, Feigen, Ananas im Überfluß. Pferde sieht man n
nicht, nur Elephanten, Kühe, Esel, Ziegen, Kameele, Hunde, , e
Antilöpcn, Kaninchen rc. und außer diesen Thieren auch noch eine L
kleine Art des Kameels, welche die Einwohner Heirie nennen, s<
Schwefel findet sich in der Nähe der Stadt Tombucto, wel- u
che zwei Tagereisen nördlich vom Niger in einer Ebene liegt. In st
einiger Entfernung von der Stadt strömt ein Fluß, La War Zahr, g
hin und wendet sich dann südwestlich. Sie hat weder Mauern n
noch Festungswerke; die Straßen sind unregelmäßig; die Hälyer u
viereckig, von Lehm, mit flachen Dächern und nur ein Stockwerk ch
hoch. Der königliche Palast ist aus Lehm mit Stroh durchknetet »
erbaut und hat ebenfalls nur ein Stockwerk, in welchem 8 bis 10 ^
Zimmer angebracht sind. Sein Umfang nimmt einen halben Mor- tc
geil Landes ein; er ist mit einer Lehmmauer umgeben. Die Wa- ss
che, welche den König umgibt, besteht aus etwa zc> Mann, und d>
die ganze Bevölkerung der Stadt vhngefähr aus 10,000 Seelen. h<
Der Handel, welchen die Einwohner mit den nördlichen Mauren » D
'treiben, die vorzüglich das Steinsalz der Wüste hierher bringen, §
scll nicht unbeträchtlich seyn. D
Ton, Tonart, Tonleiter, Tonsystem, in musika-lischer Hinsicht (denn auch in mahlerischer, declamatorischer undprosodischer Hinsicht redet man von Ton) bedeutet den Klang in HzRücksicht des Verhältnisses von Höhe und Tiefe im allgemeinen und je-den einzelnen Klang unsers Tonsystems insbesondere. Der Ton in dieser ^Bedeutung — und dies ist* die musikalische Grundbedeutung ,wird durch die größere oder geringere Schnelligkeit gleichartig wie-verkehrender Schwingungen des elastischen Körpers, welche unser ^Ohr afficiren, bestimmt. Die musikalischen Töne unterscheiden sich ^von den Sprachtönen besonders dadurch, daß diese kurz herauSge-stoßen, jene aber mehr durch einen anhaltenden Druck hcrausgezo- ^gen werden, und daher dem Gehör eine bestimmtere Empfindungihrer Höhe, Bildung und ihrer Verhältnisse einprägen. Die Ver-schiedenheit des einen Tons von dem andern in Hinsicht der Höheund Tiefe biitut das Intervall (s. d. Art.). Da aber in derTonkunst nicht alle Töne brauchbar sind, sondern nur diejenige», , r)durch welche eine Zusammenstimmung möglich ist, so hat man die wi
musikalischen Töne in ein System (Ton sy st em) gebracht, die
welches daher den ganzen Inbegriff der in der Musik brauchbaren, ha
durch Höhe und Tiefe verschiedenen, Klänge in abgemessener Ord-' ohi
nung aufgestellt bezeichnet. Diese abgemessene Ordnung, und mit- Z)
hin das S'onsystcm selbst, ist erst eine Erfindung der spätern Zeit, vo,
wo über die Töne genauere Nachforschungen angestellt, und ihre abl
Verhältnisse an musikalischen Instrumenten festgestellt wurden; wü
denn der Naturmensch folgt nur seiner Empfindung, wenn er Tön-