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Zenhter Band. To bis Z.]
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Totila 47

gern, äußerten sich Zeichen des Ungehorsams bei seinem Heere;indessen gewann doch Totila das Zutrauen desselben durch ein«Rede^ und die Truppen folgten ihm nach Perugia. Hieraufschlug er eine römische Armee in Apulisn und nahm Ruscia, nuneine starke Festung, in Lucanien ein. Nach erhaltener Verstärkungging er nach Roin zurück, um sein ersteres Vorhaben auszufüh-ren. Belisarius hatte eine Besatzung unter einem tapfern Heer-führer in Rom gelassen, und Totila's Absicht wäre nicht gelun-gen, wenn nicht zum zweitenmal? die bestochenen isaurischen Wa-chen zur Nachtzeit ein Thor geöffnet hätten. Die (Lothen mar-schirtcn ein. Totila schonte jetzt aus Klugheit nicht bloß diejeni-gen, welche sich in die Kirchen geflüchtet hatten, sondern ließauch das, was er früherhin an Wällen und Gebäuden beschädigthatte, wieder herstellen. Er rief gleichfalls die Senatoren zu-rück, und setzte sie in ihre vorigen Würden und Rechte ein. Erfodcrte nicht minder die Bürger auf, von ihrem Eigenthum wie-der Besitz zu nehmen, besorgte Lebensmittel für die Einwohner,stellte die öffentlichen Schauspiele her, und wohnte ihnen, gleicheinem römischen Kaiser, bei. Jetzt verlangte er vom Justiniandie Abtretung von ganz Italien, allein der Kaiser ließ die Abge-ordneten nicht vor sich. Totila rüstete also eine zahlreiche Flotteaus, nahm Rhegium (Reggio) und Larentum ein, und ging nachSicilien über. Er unterwarf sich diese Insel, bemächtigte sichdort großer Schätze, und einer außerordentlichen Menge von Pfer-den und Hornvieh, bemeisterte sich auch Sardiniens und der In-sel Corsica, und verheerte die Seeküsten von Griechenland. Zu-gleich belagerten seine Truppen Ancvna, allein die gothische Flottewurde gänzlich von einer Flotte des Justinian geschlagen, die Go-then mußten die Belagerung aufheben, und bald nachher wurdeihnen auch Sicilien wieder genommen. Justinian, jetzt ernstlichgewilligt, Italien von Totila'S Gewalt zu befreien, ersetzte nachdes Belisarius Zurückberufung dessen Stelle durch den Narses, ei-ne« tapfern und geschickten Feldherrn. (M. s. d. Art.). Narseskam mit einer großen Armee nach Italien, und ging geradezuauf Rom los. Totila versammelte alle seine Truppen in derNähe dieser Stadt, und ging dem Narses bis Busta Gallorumentgegen. Narses ließ dem Totila in JustinianS Namen Verzei-hung anbieten, allein der Gothenkönig antwortete auf die schimpf-liche Botschaft, daß er entweder sterben oder siegen wolle. Ergriff seinen Feind am nächsten Morgen (im Jul. 552) an, alleindie gothische Reiterei wurde in die Flucht geschlagen, und setzteauch das Fußvolk in Verwirrung. NarseS nahm des Vortheilswahr,^ und die Gothcn wurden gänzlich besiegt. Totila entflohmit fünf Begleitern. Er wurde jedoch vom Asbad, einem An-führer der Gepiden, eingeholt, der ihn, ohne ihn zu erkennen,mit einer Lanze durchbohrte. Seine treuen Gefährten brachtenihn sieben Meilen von dem Schlachtfelde fort, worauf er imiiten Jahre seiner Regierung an seinen Wunden starb. Er wurdeinsgeheim beerdigt, und die Römer erfuhren seinen Tod erst,als s«Ln Körper aufgefunden und ekkannt wurde. Mit ihm starbauch der Ruhm der Gothen, Sein Charakter wird von denSchriftstellern jenes Zeitalters wegen seines Heldenmuths, seinerMäßigung, seiner Menschlichkeit und Gerechtigkeit sehr günstiggeschildert.