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ger gezwungen, sich zu ergeben. Totila behandelte sie sehr mensch-lich, und unterwarf sich zu eben dieser Zeit auch Eumas, Luta-nien, Apulien und Ealabrien. Hierauf führte er sein Kriegsherrin die Nachbarschaft von Rom, welches er auffoderte, sich gleich-falls seinem Scepter zu unterwerfen. Die eroberten Länder be-handelte er mild und gütig, und hielt unter seinen Soldaten einevortreffliche Mannszucht. Den italienischen Landleuten verhieß erseinen Schutz, und ermunterte sie zur Fortsetzung ihres Ackerbaues.Bei allen Städten, welche er einnahm, ließ er die Festungswerkezerstören, um sie keiner künftigen Belagerung wieder Preis zugeben, und betrug sich überhaupt nicht als Feind, sondern alsder gesetzmäßige Landesherr der eroberten Provinzen. Justiniansandte den Belisarius der Stadt Rom zu Hülfe. Dieser Feldherrsegelte in die Mündung dös Liberflusses, und griff die Gothensehr lebhaft, jedoch vergebens an. Er mußte sich zurückziehen,und Rom seinem Schicksale überlassen. Die Stadt wurde durchHunger auf das äußerste gebracht. Die meisten Einwohner wan-derten aus, und die übrigen bestürmten den Befehlshaber sich zuergeben. Endlich öffneten einige Jsaurier, welche die Wälle ver-theidigten (i7ten December 54Ü), dem gothischen Heere die Thore,«yd Lotila zog mit seinen Truppen in die von der römischen Be-satzung verlassene Stadt ein. Als er der Peterskirche sich näherte,flehete der Archidiaconus PelagiuZ mit dem Evangelium in derSand den Sieger an, der Einwohner zu schonen, und nur 26Soldaten und 60 Bürger verloren bei der Einnahme dieser großenHauptstadt ihr Leben. Das Leben der Einwohner und die Ehreder Frauen wurden freilich auf Lotila's Befehl geschont, allein ergestartete seinen Truppen eine freie Plünderung, und viele Fami-len wurden dadurch zu Bettlern. Hierauf versammelte der Sie-ger die Überbleibsel des Senats, warf ihnen ihre Untreue, ihreUndankbarkeit und Thorheit vor, und drohete sie als Sklaven zubehandeln und ihre Güter einzuziehen. Indeß verzieh er ihnenendlich auf Pclagius Verwendung. Hierauf sandte er den letzter»und einen andern Abgeordneten zum Justinian, bot demselben denFrieden an, und drohete im Verweigerungsfalle Rom dem Bodengleich zu machen, und auch Zllyrien mit Krieg zu überziehen. DerKaiser verwies ihn wegen der Antwort an den Belisarius, wor-über Totila so aufgebracht wurde, daß er anfing, die Stadt ab-brechen zu lassen. Den dritten Theil der Wälle hatte er schonabtragen lassen, und wollte so eben die prachtvollsten und ehr-würdigsten Gebäude in Asche verwandeln, als er vom Belisarius«ine Vorstellung gegen dieses barbarische Verfahren erhielt. Hie-durch zur Überlegung gebracht, verließ er die Stadt, und führtedie Senatoren mit sich nach Lucanien fort. Die übrigen Einwoh-ner mit ihren Familien waren alle zerstreuet und entflohen, undvierzig Lage lang war Rom durchaus wüste. Als Totila sich ent-fernt hatte, nahm Belisarius mit seinen wenigen Truppen dieStadt ein, stellte die Wälle wieder her, und rief die zerstreutenEinwohner zurück. Auf die Kunde hievon kam auch Lotila wie-der, um die Stadt von neuem einzunehmen. Er machte einenheftigen, aber vergeblichen Angriff, der zweimal wiederholt wurde,den Gothen ihre beste Mannschaft, und ihrem Könige einen gro-ßen Theil seines Kriegsruhms kostete. Als er hierauf aufbrechen,und nach Perugia marschiren wollte, um diese Stadt zu bela-